Retzstadt

In Retzstadt amüsiert eine merkwürdige Seniorenresidenz

Die Komödie „Residenz Schloss & Riegel“ des Retzstadter Laientheaters strapaziert die Lachmuskeln des Publikums. Es gibt noch fünf Vorstellungen bis zum 8. Dezember.
Angst – und respekteinflößend in der Mitte: der kraftstrotzende Boris (Markus Pfau); links davon Rentner Ewald (Rudi Iff) und die piekfeine Marlene (Manuela Rothenhöfer) sowie von rechts Rentnerin Helene (Ulrike Terveer), die flapsige Haftinsassin Jaqueline (Olivia Teel) und der etwas tollpatschige Kalle (Jan Schier). Foto: Ernst Schneider

Mit der Komödie in drei Akten "Residenz Schloss & Riegel" von Winni Abel strapazierten die Retzstadter Laienspieler bei der Premierenvorstellung die Lachmuskeln des Publikums im fast vollbesetzten Saal des Alten Kindergartens. Es gibt noch fünf weitere Vorstellungen.

Zum Inhalt: Das Rentnerehepaar Helene und Ewald Krause (Ulrike Terveer und Rudi Iff) will nach einem Krankenhaus- bzw. Reha-Aufenthalt nicht mehr nach Hause, sondern den Lebensabend in einer gehobenen Seniorenresidenz verbringen. Ihre Nichte, Frau Dr. Reschke (Anna Kummer), Ärztin in einer Justizvollzugsanstalt, verspricht, sich darum zu kümmern, doch vergisst sie das in ihrem beruflichen Stress. Dadurch landet das Rentnerehepaar letztlich in der Haftanstalt - diese Seniorenresidenz kommt den durchaus etwas merkwürdig vor.

Gefangenenschmuggel, eine Szene aus "Residenz Schloss & Riegel" in Retzstadt. Foto: Ernst Schneider

Nun ist Improvisationstalent gefragt. Dr. Reschke erleidet einen Nervenzusammenbruch, wird von zwei Sanitätern (Elmar Nun und Georg Rothenhöfer) abgeholt und die beiden "Knastinsassen" Kalle und Jaqueline (Jan Schier und Olivia Teel) kümmern sich nicht ganz uneigennützig um das Rentnerpaar. Die flippige Jaqueline müht sich, eine mitfühlende Pflegerin zu mimen, und der tollpatschige Kalle schlüpft in die Rolle eines alten Mannes, der auch in dieser Seniorenresidenz lebt, was natürlich, auch wegen der resoluten und meist recht unhöflichen Aufsichtsbeamtin Frau Kunz (Renate May), zu komischen Situationen und Verwechslungen führen muss.

Verwirrspiel mündet in Chaos

Doch als Helene und Ewald immer vehementer die Annehmlichkeiten einer gehobenen Seniorenresidenz einfordern und immer häufiger auf andere merkwürdige Mitbewohner, wie den grobschlächtigen Boris (Markus Pfau), die Aufsichtsbeamtin Frau Kunz und die Beamtenanwärterin Frau Schmatz-Vollmer (Lena Kummer) sowie die piekfeine Marlene (Manuela Rothenhöfer) treffen, mündet das Verwirrspiel in ein grandioses komisches Chaos. Hervorzuheben ist, dass die Dialoge des Rentnerehepaares Helene und Ewald (Ulrike Terveer und Rudi Iff) in echtem Retzstadter Dialekt zu genießen sind. Hinter der Bühne wirken Georg Rothenhöfer und Marika Seibl-Lehrmann (Bühnenbild), Soufleuse Ingeborg Gerhard und Regisseurin Irene Schmitt.

Wer mehr erfahren und das gesamte Chaos miterleben und sich zudem einen unterhaltsamen, lustigen Abend gönnen möchte, hat dazu Gelegenheit im Alten Kindergarten (Wethstraße 2) am Samstag, 30. November, um 19 Uhr, am Sonntag, 1. Dezember, um 18 Uhr, am Freitag, 6. Dezember, um 19 Uhr, am Samstag, 7. Dezember, um 19 Uhr und am Sonntag, 8. Dezember, um 18 Uhr. Karten im Vorverkauf in der VR Bank-Retzstadt, unter Tel.: (0931) 359735 sowie an der Abendkasse.

Rettungseinsatz für die Anstaltsärztin Dr. Reschke (Anna Kummer). Dabei die Sanitäter (Elmar Nun, Georg Rothenhöfer), dahinter Rentnerin Helene (Ulrike Terveer) und Häftling Kalle (Jan Schier) und Beamtenanwärterin Schmatz-Vollmer (Lena Kummer). Foto: Ernst Schneider

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