Büchold

Infernum-Festival: Ein Acker wurde zwei Tage zum Metaller-Paradies

Das Infernum Meets Porkcore Fistevil war ein voller Erfolg. Das Festival bei Büchold begeisterte trotz großer Hitze Bands und Fans.
Rund 700 Besucher kamen am Wochenende zum Infernum Meets Porkcore Fistevil auf einen Acker bei Büchold.
Rund 700 Besucher kamen am Wochenende zum Infernum Meets Porkcore Fistevil auf einen Acker bei Büchold. Foto: Bastian Reusch

Als erneut sehr gelungen betrachteten die Besucher das diesjährige "Infernum meets Porkcore Fistevil" nahe Büchold. Zwei Tage lang verwandelten die Veranstalter den Acker im Norden des Dorfes in eine Spielwiese für Fans von Musik härterer Gangart. So bunt gemischt wie das Publikum war auch das Programm. Die eingeladenen Bands bedienten viele Sub-Genres des Metals. Ein Friseur war ebenfalls dabei, inklusive Flunky-Ball-Turnier und einer Band, die die Umbaupausen musikalisch untermahlte.

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Infernum-Festival

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Rund um die 13 Personen starke Standard-Crew des Festivals hatten sich wieder viele Freunde und Bekannte geschart, die für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten. "Sie sind eigentlich das Glied, das die ganze Kette zusammenhält und haben einen super Job gemacht. Wir hatten zwischen 50 und 60 Helfer im Einsatz, ohne die es einfach nicht funktionieren würde", freute sich Mitveranstalter Christian Behr. Er freute sich auch über die zahlreichen Besucher. Waren es am Freitag um die 400 Besucher, schätzte Behr, dass über das gesamte Wochenende trotz der zum Teil großen Hitze um die 700 Personen auf den Platz kamen.

Headliner Illdisposed um Frontmann Bo Summer heizten dem Publikum mächtig ein.
Headliner Illdisposed um Frontmann Bo Summer heizten dem Publikum mächtig ein. Foto: Bastian Reusch

Musik gab es natürlich auch. Schon der Freitag offenbarte eine abwechslungsreiche Mischung. Den Anfang machte die Würzburger Death-Metal-Combo Sasquatch, gefolgt von Rosetta Stoned. "Wir wollen gar nicht nur eine Gruppe oder eine Musikrichtung bedienen, es soll für jeden etwas dabei sein", so Behr. Mit Sonnenuntergang und der damit einhergehenden Abkühlung wurde denn auch der Bewegungsdrang des Publikums größer. Insbesondere die Band Blood God sorgte mit einem Mix aus Rock und Metal der 80er Jahre für einen Farbtupfer im freitäglichen Line-Up, bevor die Österreicher von Raze your Gods noch einmal einen Härtegang höher schalteten.

Für das leibliche Wohl war nahe Büchold ebenfalls gut gesorgt. Samstagmorgen gab es Frühstück, am Mittag Kaffee und Kuchen. Dann war es allerdings Zeit für ein wenig sportliche Betätigung. Beim von Harald Behr moderierten Flunky-Ball-Turnier setzte sich das Team "Die Hässlichen" die Krone auf. Ein Highlight, das Christian Behr auch im nächsten Jahr beibehalten will, vielleicht zur Abwechslung auch mit Human Soccer.

Ein Regentanz?
Ein Regentanz? Foto: Bastian Reusch

Ab 16 Uhr war dann erneut Bühnenprogramm angesagt. Das Besondere: In den Umbaupausen hatten sich die Organisatoren mit Shot Crew aus Hammelburg eine Band besorgt, die in der musikfreien Zeit auf einer kleinen Nebenbühne für Kurzweil sorgte. Auch am Samstag zeigten sich die musikalischen Darbietungen als äußerst abwechslungsreich. Sowohl Alternative Rock (Deafys), Post-Metal (A Secret Revealed) als auch Death Metal (Human Prey) waren dabei.

Für richtig Stimmung sorgten die fünf Jungs von The Prophecy 23 mit ihrem thrashig angehauchten Fresh Metal – geschüttelte Köpfe, wehende Haare und Circle Pits inklusive. Dann gab sich mit Illdisposed der Headliner die Ehre. Die fünf Dänen ballerten das Publikum noch einmal mit einer guten Stunde Death Metal in Grund und Boden und zeigten, dass sie "richtig Lust hatten" (Behr). Hernach machte Vehemenz aus Hammelburg den Deckel auf das Festival.

Gleich sticht die Pommesgabel zu.
Gleich sticht die Pommesgabel zu. Foto: Bastian Reusch

"Wir sind mit allem äußerst zufrieden", lautete das knappe Fazit Behrs nach dem Abschluss. Sowohl die Abläufe hatten gut funktioniert, mit den Besuchern als auch den Bands gab es einen sehr freundschaftlichen Umgang. Außer Kleinigkeiten ist auf dem friedlichen Festival laut Behr auch bei den Sanitätern nichts aufgeschlagen. Er bewertete die Veranstaltung also rundherum positiv. Dennoch konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen: "Perfekt ist es natürlich nicht und wir haben schon wieder viele Dinge aufgeschrieben, die wir im nächsten Jahr anders machen wollen."  

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