Marktheidenfeld

Inge Albert verkündet neuen Rekord bei den Übernachtungen

Marktheidenfeld ist nicht nur als Kulturstadt gefragt, sondern auch bei Touristen. Die Zahl der Gäste ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Und viele blieben länger.
Marktheidenfeld erfreut sich bei Touristen zunehmender Beliebtheit. Dazu tragen auch Angebote wie die kulinarische Gästeführung "So schmeckt Marktheidenfeld" (Foto von 2017) bei. Foto: Andreas Brachs

Von einem "Allzeithoch" im Hinblick auf die Übernachtungen in Marktheidenfeld sprach beim Blick auf die Zahlen von 2018 die städtische Marketingchefin Inge Albert. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur verwies Albert auf 38 671 Gästeankünfte (2017: 35 409) und auf 72 374 Übernachtungen (2017: 67 246). Und hierbei seien nur die Häuser mit zehn und mehr Betten berücksichtigt. Doch auch bei den Privatquartieren wisse man, dass die Belegung ausgesprochen gut war. 

Dem Fischer sei Fraa: Bärbel Gillmann-Bils vor einer Kostümführung, ein Archivbild aus dem Jahr 2013. 

Foto: Roland Pleier

Gut angenommen werde der Wohnmobilstellplatz an der Martinswiese, der heuer durch Verbesserungen an den Toiletten und durch Ausstattung mit WLAN weiter aufgewertet werden soll. Gefragt sind, so Albert in der Sitzung am Dienstagabend im Rathaus, auch die verschiedenen Stadtführungen. So wurden im vergangenen Jahr 144 Führungen mit 2304 Teilnehmern veranstaltet. "Wir sind da breit aufgestellt", sagte Albert mit Blick auf das Angebot von klassische Führungen bis zu Kostüm- oder Kinderführungen. 

Breit ist auch die Palette an Marketinganstrengungen, um Marktheidenfeld in den Blick potenzieller Besucher zu rücken. Das reicht von Zielgruppenflyer über die Homepage bis zur neuesten Idee, einen Schriftzug "Marktheidenfeld" im Bereich des Schiffermastes anzubringen und so auch Schiffstouristen auf die Stadt hinzuweisen. Wie man sich diesen Schriftzug denn vorstellen müsse, fragte Burkhard Wagner und erfuhr von Albert, dass es verschiedene Überlegungen gebe, die sie noch im Stadtrat vorstellen werde, sobald es konkret werde.

Main-Spessart-Sprinter eröffnet neue Möglichkeiten

Ein neues Angebot wird es ab 27. April mit der Freizeitbuslinie "Main-Spessart-Sprinter" geben, die wochenends und an Feiertagen mehrmals täglich zwischen Lohr und Hasloch pendelt und in Marktheidenfeld Anschluss an den "Wein-Wiesen-Sprinter" zur Volkacher Mainschleife hat. 16 Fahrräder finden im Busanhänger Platz. Inge Albert meinte: "Damit werden Touristen ganz neue Möglichkeiten eröffnet, um von hier aus Touren zu machen." 

Einstimmig befürwortet hat der Ausschuss die Empfehlung an den Stadtrat, sich am LEADER-Projekt Wald erFahren zu beteiligen. Zwei Ladestationen für E-Bikes gibt es in Marktheidenfeld schon: am Alten Rathaus und am Mehrgenerationenspielplatz. Für "Wald erFahren" braucht es eine zusätzliche, etwas andere Station, die rund 4000 Euro kostet, aber zu 70 Prozent gefördert wird.  

Was den Bereich Kultur anbelangt, so informierte die städtische Kulturchefin unter anderem, dass die Bewerbungsfrist für den Meefisch noch bis 15. April läuft, sich das Angebot "Wortkunst" großer Beliebtheit erfreue und für die Konzerte im Stadtgärtchen Ende Juli die Gruppen "Radio Europa" und "milou & flint" gebucht wurden. Fortgesetzt werde die "Gesprächsrunde am Nachmittag" in der Stadtbibliothek, die sich am 5. April ab 16 Uhr unter der Moderation von Michael Deubert mit dem Thema befasst, wie früher Feste gefeiert wurden.

Beachtliche Besucherzahlen bei Ausstellungen

Als "Kleinod in Marktheidenfeld" bezeichnete Albert das im Oktober 2018 eröffnete private Museum Obertor-Apotheke, das bereits 600 Besucher zählte. Und um Besucherzahlen ging es auch beim Kulturzentrum Franck-Haus, die sich 2018 auf insgesamt 15 627 beliefen. Besondere Magnetkraft hatten die Ausstellungen "Zwiesprache" mit Werken von Ernst Barlach und Alexander Dettmar (3131 Besucher)und die Jubiläumsausstellung des Historischen Vereins zum Franck-Haus (1441). In diesem Jahr sind zwölf Ausstellungen geplant.

Im vorderen Bereich des Franck-Hauses hat die Stadt 2018 in Böden, Vitrinen und Beleuchtung kräftig investiert, kann aber bei Kosten von 71 184 Euro mit Förderungen von insgesamt rund 40 000 Euro rechnen. Martin Harth wies darauf hin, dass der vergangene Sommer dem Gebäude stark zugesetzt habe, wie man an Rissen und verzogenen Türen erkennen könne. Er schlug eine Begehung des Hauses vor, "um Kleinigkeiten zu richten, bevor größere Schäden entstehen". Auch regte Harth an, sich Bühne und Beleuchtung sowie das rustikale Mobiliar im Franckkeller einmal genau anzuschauen. Der Gewölbekeller sei ein attraktiver Veranstaltungsort und das könne man durch gezielte Investitionen noch steigern.

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