Burgsinn

Initiative Burgsinn nominierte Bürgermeister-Kandidaten

Die Initiative Burgsinn (IB) nominierte Willi Balkie (Mitte, hockend) als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im März 2020. Foto: Phillip Schierling

Bei der Versammlung der Initiative Burgsinn (IB) votierten kürzlich die Mitglieder einstimmig für Willi Balkie als Kandidat für die Bürgermeisterwahl. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Der 46-jährige, verheiratete Polizeibeamte und Dipl. Verwaltungsfachwirt ist seit 2014 im Marktgemeinderat und wurde nach einem vorangegangenen Beschluss des Vorstandes durch den zweiten Vorsitzenden und Gemeinderat, Marco Scholz, vorgestellt. Dabei sprach er auch über die Beweggründe des Vorstandsbeschlusses.

Eine echte Wahl sollte immer auch eine Alternative bieten. Aber auch das Gespür für wachsende Unzufriedenheit wurde genannt. Andere Kandidatenvorschläge wurden ergebnislos abgefragt. Balkie hatte zuvor die positive Entwicklung der Wählergemeinschaft herausstellt. Die Mitgliederzahl habe sich seit Gründung 2013 verdreifacht und einen Frauenanteil von über 36 Prozent erreicht.

Überparteilich und lobbyfrei

In seiner Vorstellungsrede stellte Balkie vor der Abstimmung die Grundzüge seiner Kandidatur vor. Mit Gründung der IB wurden Beteiligung und Information als Markenkern installiert. Diese Werte sollten auch Maßstab für sein Wirken als Bürgermeister sein. Überparteilich wolle er lobbyfrei ein offenes Ohr und vor allem ehrliche Antworten für alle Bürger anbieten.

Mehr Struktur in der Herangehensweise will Balkie besonders in Themen und Projekte einbringen; beispielsweise bei der Ortsentwicklung oder dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Er ist sich sicher: Man könnte heute schon bei diesen Themen weiter sein. Das Diska-Grundstück halte er nach wie vor für ungeeignet.

Ortsentwicklung zeitnah angehen

Bei der Ortsentwicklung, beispielsweise an der Hauptstraße, brauche es klare Vorstellungen und die wolle er zeitnah auf breiter Basis erarbeiten. Bürgerworkshops und/oder die Bildung einer Interessengemeinschaft (IG) Ortsentwicklung sehe er als gute Werkzeuge um ein Angebot der Mitnahme zu schaffen. Wer einen Ort entwickeln wolle, sollte auch den Ort mitnehmen. Nur mit einer klaren Zielvorstellung könne er sich als Bürgermeister um entsprechende Förderwege und Finanzmittel bemühen. Förderungen bis zu 90 Prozent blieben aktuell ungenutzt.

In Gemeinschaften wie der Sinngrundallianz will er nicht nur Zuschauer sein sondern Verantwortung übernehmen. Das Ziehen von Linien und Formulieren von Mindestanforderungen steht für ihn nicht im Widerspruch zum Allianz-Gedanken und beinhaltet immer noch grundsätzliche Kompromissbereitschaft.

Demografische Fakten

Mit Blick auf die demografischen Fakten wolle der aktuelle Seniorenbeauftragte der Gemeinde und stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats den Senioren mehr Aufmerksamkeit schenken. Dabei gehe es ihm um ein ganzheitliches Konzept innerhalb der Allianz. 

Auch über Digitalisierung wolle Balkie nicht nur reden, heißt es weiter in der Mitteilung. Dafür habe die Wählergemeinschaft als Beitrag für ein besseres Vereins- und Sozialleben eine individuelle Handy-App für Burgsinn entwickelt. Diese soll am 24. Oktober, um 19.30 Uhr, im Gasthof Stern den Vereinen und Interessierten öffentlich vorgestellt werden.

In vielen Bereichen könne auch die Gemeinde mit ihren Einrichtungen davon profitieren und näher am Bürger sein. Auch der Müllkalender und Polizei-News seien eingearbeitet.

Angebot für Bauwillige

Nach Jahren des Stillstands bei der Entwicklung eines kleinen Baugebiets wolle Balkie das Thema zeitnah entscheiden. Ein Beschluss des Gemeinderats dazu liege seit geraumer Zeit vor. Burgsinn könne Bauplatzanfragen seit vielen Monaten nur an umliegende Gemeinden verweisen. Die Förderung von privaten Leerstandsaufkäufen und Sanierungen sei richtig und wichtig. Ein Angebot für Bauwillige aber auch.

Im politischen Netzwerk sehe Balkie sich gut aufgestellt. Er sei Mitglied bei den Freien Wähler Bayern und pflege Kontakte auf Kreisebene und darüber hinaus bis in die Landesregierung. Über deren Liste wolle er bei der Kommunalwahl auch für den Kreistag kandidieren.

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