Lohr

Jahrzehntelang Lehrer, Spieler, Funktionär

Der ehemalige Lehrer Wolfgang Geist wird heute 70.
Der ehemalige Lehrer Wolfgang Geist wird heute 70. Foto: Günter Weislogel

Seit Jahrzehnten ist er in Unterfranken und weit darüber hinaus als aktiver Tischtennisspieler und Sportfunktionär unterwegs. Am Ende einer Hurtigruten-Reise von Bergen zum Nordkap wird Wolfgang Geist heute 70.

Der pensionierte Mittelschullehrer feiert deshalb auch erst im Nachhinein in den Pfingstferien im Familienkreis und mit guten Bekannten seinen runden Geburtstag. Von seinem Schlaganfall vor zwei Jahren hat er sich relativ gut erholt.

Als Wolfgang Geist aber Mitte letzten Jahres in der Würzburger Residenz das Bundesverdienstkreuz entgegennahm, rutschte seine Frau Christa unglücklich aus und brach sich eine Kniescheibe. Die ehemalige Europameisterin im Doppel steht aber längst wieder an der Platte und fährt mit Wolfgang Geist Anfang Juli zu den Senioren-Europameisterschaften nach Budapest.

Seine Frau Christa, geb. Scherg, aus Lohr hatte der Urlöhrer beim Tischtennis kennengelernt und 1971 geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Die Zahl der Enkel ist inzwischen auf sechs angewachsen.

Seit 1962 im Tischtennis aktiv

Wolfgang Geist war nach der Schulzeit in Lohr und dem Studium in Würzburg 39 Jahre Volksschullehrer in seiner Heimatstadt und ein Jahr mobil in Frammersbach. Seit 1962 spielt der gebürtige Löhrer Tischtennis, zunächst beim TSV Lohr, bei dem er es in verschiedenen Funktionen bis zum Abteilungsleiter brachte und sich besonders um die Jugend kümmerte. Inzwischen engagiert er sich seit 25 Jahren sportlich in Marktheidenfeld in der Bezirksliga. Seine Verbandskarriere begann Geist 1974 als Fachwart. Er organisierte viele Turniere, leitete als Schiedsrichter unzählige Spiele und ist seit 2012 TT-Bezirkslehrwart.

Über zwei Jahrzehnte führte der heutige Ehrenkreisvorsitzende den Tischtenniskreisverband Main-Spessart. Verdient gemacht hat er sich unter anderem als Lehrwart für über 100 Vereine im Bezirksverband Unterfranken-West. Über zehn Jahre hinweg betrieb er zugleich den Tennissport bis hinauf zur Landesliga. In dem sportlichen Erfolgsregister des begeisterten Radfahrers stehen auch elf Marathonläufe, unter anderem in Paris und New York.

Im September wird er wieder mit Lohrer Schülern zu seiner 21. Austauschaktion aufbrechen. Lohrs polnische Partnerstadt Milicz hat den Betreuer vieler Schullandheim-Aufenthalte für seine Bemühungen um die Völkerverständigung zum Ehrenbürger ernannt.

Daheim in Lohr initiierte Wolfgang Geist unter anderem die Büchertelefonzelle in der städtischen Anlage, pflegte ein Jahr seine Mutter, stellte sich als Hilfsschöffe beim Amtsgericht Gemünden zur Verfügung.

Seit bald 30 Jahren gehört er der SPD an. Als Kreisvorsitzender führt er die sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft 60plus.

In seinem jahrzehntelangen Sportlerleben hat Geist viele Ehrungen erhalten, vom Tischtennisverband über den Bayerischen Landessportverband und den Landkreis Main-Spessart bis zum Bund. Der ehrgeizige und hilfsbereite Mann ist immer bescheiden geblieben, hat Verantwortung für die Allgemeinheit übernommen.

Jetzt will er sich beim Tischtennis weiter fit halten, Rad fahren, reisen und sich um die Enkelkinder kümmern.

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