Lohr

Jungen Leuten mehr Gehör verschaffen

Mario Paul im Mittelpunkt: Der Lohrer Bürgermeister diskutierte mit den Zehntklässlern der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule über deren Ideen, jungen Leuten mehr Gehör in der EU zu verschaffen. Foto: Thomas Josef Möhler

Wie kann man den Ideen und Vorstellungen junger Leute in der europäischen Politik mehr Gehör verschaffen? Darüber haben die 10. Klassen der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule am Donnerstag in Workshops beraten und ihre Einfälle anschließend mit Bürgermeister Mario Paul diskutiert. Zur Sprache kamen unter anderem Jugendvertreter in den Parlamenten und mehr Politik in den sozialen Medien.

Anlass für die Beschäftigung mit dem Thema im Sozialkunde-Unterricht war die bevorstehende Europawahl am 26. Mai. Als Partner für die Workshops konnte Sozialkunde-Lehrerin Nikola Schaupp die Organisation Cube gewinnen. Kurz vor der Europawahl werden sich die 10. Klassen laut Schaupp an der sogenannten Junior-Wahl für Europa beteiligen.

Angesichts von Kontroversen wie der über den Brexit werde man sich der Vorteile der EU oft nicht mehr bewusst, meinte Konrektorin Nicole Wirth.

Sie verwies auf die gemeinsame Währung und die Reisefreiheit, die das tägliche Miteinander vereinfachten. Ziel des Projekttages sei es gewesen, die Ideen der Schüler in die Institutionen der EU zu bringen.

Jugendvertreter in Parlamenten

In die Parlamente Jugendvertreter zu schicken, die von den 14- bis 25-Jährigen gewählt werden sollten, war eine dieser Ideen. Bürgermeister Paul nannte sie »interessant«, zumal die Parlamente den Altersdurchschnitt der Bevölkerung nicht repräsentierten. Allerdings könne man auch »Politik für junge Menschen machen, ohne selbst jung zu sein«.

Gewählte Jugendvertreter würden nach Ansicht Pauls die Jugendvertretung auf jeden Fall verbindlicher machen. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, für die Wahl eines neuen Lohrer Jugendbeirats im Oktober zu werben.

Eine weitere Idee der Zehntklässler war, die Information der jungen Leute über Politik durch eine Smartphone-App und die Verbreitung politischer Inhalte über soziale Medien wie Instagram zu verbessern. Das könne auch in die Hose gehen, gab Paul zu bedenken: »Der berühmteste Nutzer sozialer Medien ist Donald Trump.«

In den sozialen Medien steckten grundsätzlich viele Chancen für Diskussionen, es komme aber auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Medien an. Paul wies darauf hin, dass politische Informationen und Meinungen heute bereits »für jeden im Internet allgemein zugänglich sind«.

Selbst aktiv werden

Mit dem Vorschlag, eine Umweltgruppe für Aktionen in Lohr zu etablieren, rannte eine Schülerin beim Bürgermeister offene Türen ein. Die Schüler könnten eine solche Gruppe gründen und sich am 30. März an der Aufräumaktion in der Lohrer Flur beteiligen. Der städtische Jugendbeauftragte Marcel Brunner freue sich über Aktionsideen und unterstütze sie. Wenn ihnen etwas wichtig sei, sollten sie nicht warten, bis jemand auf sie zukomme, sondern aktiv werden, riet Paul den Schülern.

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