Karlstadt

Kaffee im Mehrwegbecher

Er ist genauso groß, sieht fast genauso aus, ist aber umweltschonend, weil wiederverwendbar. E61 geht jetzt einen anderen Weg.
In der Espressobar E61 können seit dem 21. März wiederbenutzbare Kaffeebecher gegen ein Pfand von einem Euro gekauft werden.
In der Espressobar E61 können seit dem 21. März wiederbenutzbare Kaffeebecher gegen ein Pfand von einem Euro gekauft werden. Foto: Mirko Münch

Die Espressobar E61 in der Alten Bahnhofstraße in Karlstadt will zum Umweltschutz beitragen und bietet neuerdings Mehrwegbecher an. Knapp 320 000 Einwegbecher landen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) pro Stunde in deutschen Mülltonnen. Auf ein Jahr gerechnet sind das 2,8 Milliarden Becher. Norbert Weißenberger, Inhaber der Espressobar E61 in Karlstadt, versucht mit der Mitgliedschaft im Cup-for-Cup-System diesem Trend entgegenzuwirken.

"Auf die umweltschonenden Becher bin ich durch das Internet aufmerksam geworden", sagt Weißenberger. Auf der Gastronomie-Messe Hago in Nürnberg kam er mit den Initiatoren von Cup for Cup ins Gespräch, angetan von der Idee, ließ er sich einige der Becher zur Probe ins Café liefern. "Die neuen Becher kamen sehr gut bei unseren Kunden an", so Weißenberger. Dabei macht sich das verstärkte Umweltbewusstsein vieler Menschen bemerkbar. "Wenn wir den Kunden beide Becher zeigten, entschieden sich viele für die umweltschonende Variante."

Vor allem in Großstädten sehr beliebt

Das Cup-for-Cup-Modell ist bereits in vielen großen Städten in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Es funktioniert ähnlich wie die Pfandrückgabe auf dem Weihnachtsmarkt. Der Kunde kauft einen Becher in einem Bistro gegen ein Pfand von einem Euro und kann diesen in jedem Betrieb, der dem System angehört, wieder eintauschen. Die spülmaschinenfesten Becher können bis zu 400 Mal wiederverwendet werden. Selbst danach stellen die zu 100 Prozent recycelbaren Becher kaum eine Belastung für die Umwelt dar.

Effektiver wird das System, wenn sich mehrere Gastronomen daran beteiligen. "Die Idee ist, dass man sich zum Beispiel in der Espressobar einen Kaffee holen kann, diesen auf dem Weg durch die Stadt trinkt und dann einfach im nächstgelegenen Betrieb wieder abgeben kann", sagt Weißenberger. 

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