GRÄFENDORF

Kanadische Blockhütte am Ufer der Saale

Pfarrer Peter Rüb segnet die Schutzhütte im Beisein von Bürgermeister Alfred Frank, Dieter Lauter und Peter Niehoff (von rechts). Foto: Winfried Vorndran

Im Laufe der vergangenen zwei Jahre ist eine Schutzhütte am Radweg in Gräfendorf entstanden. Pfarrer Peter Rüb segnete nun die Hütte und Bürgermeister Alfred Frank übergab sie ihrer Bestimmung. Die barrierefreie Schutzhütte kann jetzt von Wanderern, Radfahrern und Bootswanderern öffentlich genutzt werden.

Verbaut wurden über 330 laufende Meter Fichtenstämme in mehr als 500 freiwilligen Arbeitsstunden. Die LAG Spessart förderte die Maßnahme aus dem Leader-Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ mit 486 Euro.

Die Idee für den Bau einer Schutzhütte kam Dieter Lauter im Sommer 2016, als die Baumaßnahmen zur Verlegung der Saale für den Radweg entlang der Saale zwischen Gräfendorf und Michelau genehmigt wurden. Er fertigte ein Modell der Schutzhütte in kanadischer Bauweise an und stellte es dem Gemeinderat vor.

Bei dieser Blockhüttenbauweise wird die Rinde der Fichtenstämme mit Schäleisen von Hand abgeschält, die Stämme mit einer Flex abgeschliffen, der Länge nach gekehlt, die Sättel und Kerben angezeichnet, ausgeschnitten und ausgefräst. Stamm für Stamm wird so bearbeitet und anschließend ohne Schrauben aufeinandergesetzt.

Die Idee fand großen Anklang, und so erstellte Lauter im Herbst 2016 eine Materialliste. Der Gemeinderat segnete das Bauvorhaben ab und Bürgermeister Alfred Frank schlug einen Standort an der Flussbiegung oberhalb der Hurzfurt vor. Im Januar und Februar 2017 wurde ein Teil der benötigten Bäume aus dem Kommunalwald geschlagen und von Helfern der Feuerwehr und des Bauhofes geschält.

Im Winter 2017/2018 wurden die restlichen geeigneten Fichten geschlagen und zum Bauhof transportiert. Im April 2018 erstellten Bauhofmitarbeiter das Fundament mit einer Grundfläche von vier auf fünf Metern, pflasterten die Fläche und den Vorplatz und begannen gleichzeitig mit dem Aufbau der Blockhütte am Bauhof neben dem Rathaus.

Elf Stämme mussten für eine Seite vorbereitet und verbaut werden, um eine Höhe von 2,40 Metern zu erreichen. Insgesamt wurden mit den Dachsparren 60 Stämme verbaut. Nach dem Herrichten der Hütte mit dem Firststamm und den Dachsparren wurde die komplette Hütte wieder zerlegt und mit Kränen auf Rückemaschinen geladen und am Saaleufer Stück für Stück neu aufgebaut. Die Zimmerei Herch deckte sie mit roten Dachziegeln und stattete sie mit einer umlaufenden Holzbank und mit einem massiven Eichentisch im Inneren aus.

Am Ende des Aufbaus wurde die Außenseite der Hütte mit einem Schutzlack versehen. Die Geräte wie Sägen, Hobel, Fräsen, Traktoren, Wagen, Baugerüste und Bagger stellten der gemeindeeigene Bauhof, Sponsoren und Mitglieder der Feuerwehr zur Verfügung.

„Ich bedanke mich ganz herzlich im Namen der Gemeinde Gräfendorf bei der durchführenden Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gräfendorf für die geleisteten Arbeitsstunden beim Erstellen der Schutzhütte und für die Organisation und der Durchführung der Einweihungsfeier sowie beim Baumeister der Schutzhütte, Herrn Dieter Lauter. Weiterer Dank gilt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren, die zur Fertigstellung der Hütte beigetragen haben“, sagte der Bürgermeister bei der Einweihung. Weiter bedankte er sich beim scheidenden Pfarrer Peter Rüb für die Segnung der Hütte und bei der gemischten Musikkapelle Michelau/Gräfendorf für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.

LAG-Manager Peter Niehoff würdigte die Eigeninitiative der Gemeinde und der Helfer. Er wünsche allen frohe Stunden an dem romantischen Platz direkt am Saaleufer.

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