Heßlar

Karl Trenner feierte 90. Geburtstag: Vogelzucht ist seine Leidenschaft

Zum 90. Geburtstag von Karl Trenner in Heßlar gratulierte Bürgermeister Paul Kruck. Foto: Barbara Wolf

Am 90. Geburtstag empfing der vitale Karl Trenner in Heßlar viele Gratulanten. Bürgermeister Paul Kruck gratulierte mit Flaaktalern. 

Karl Trenner wurde in Wernfeld geboren und hatte sechs Geschwister. Als er acht Jahre alt war ,starb seine Mutter. Mit 14 Jahren war für ihn die Schule vorbei, er wurde vom Militär ins Saarland geschickt, um Panzergräben auszuheben. 1944, er war gerade 15 geworden, sollte er im Osten das Vaterland verteidigen. An der österreichischen Grenze kam die Truppe in amerikanische Gefangenschaft und wurde nach Ingolstadt transportiert. Von dort wurde er nachhause geschickt. Die 230 Kilometer musste er zu Fuß zurücklaufen.

Zuhause fand er keine Arbeit, aber er half seinem Vater, der Vögel züchtete. Ein Angebot aus Gelsenkirchen lockte ihn, im Steinkohlebergwerk anzufangen. Dort machte er 1952 eine Ausbildung zum Hauer. Natürlich war er Schalkefan und besuchte möglichst jedes Spiel. In diesem Jahr lernte er seine erste Frau Margarete kennen. Kurz darauf heirateten sie und bekamen einen Sohn. Karl wollte sein Berufsleben aber nicht im Bergbau verbringen. Sein Bruder arbeitete in Schweden und vermittelte ihm Arbeit in einem Walzwerk. Dieser Auslandsaufenthalt hat der Ehe nicht gut getan. Trenner ging zurück nach Gelsenkirchen und heiratete nach der Scheidung 1954 seine zweite Frau Helga, die aus Ostpreußen kam. Er machte 1957 den Lkw-Führerschein und fuhr die nächsten sieben Jahre für den Großmarkt Gelsenkirchen Obst und Gemüse, das er oft aus Italien holte.

Karl zog es zurück in die Heimat nach Karlburg. Seit 1963 bezieht der Jubilar auch die Main-Post, die er täglich ausgiebig liest. Damals fuhr er fünf Jahre lang für die Karlstadter Löwenbrauerei das Bier zu den Gaststätten. Als die Brauerei geschlossen wurde, fing er als Fahrer bei der BayWa an.  Die letzten drei Jahre arbeitete er in der Baustoffabteilung und ging mit 60 Jahren in Rente.

Als Glücksfall sieht es Karl, dass er in Heßlar ein Haus kaufen konnte. Nach der Sanierung zog das Paar 1971 ein. Dort war genügend Platz, um selbst mit der Zucht exotischer Vögel wie Sittiche und  Zwergpapageien zu beginnen. In seiner produktivsten Zeit hatte er einmal 1000 Vögel. Über den Hammelburger Vogelzüchterverein präsentierte er sie auf Ausstellungen. Er gewann mit ihnen und der "Violetten Henne" Preise in ganz Bayern, über 100 Pokale stehen im Regal. In der Freizeit ging er in Stetten zum Kegeln. 

Seine Frau starb im Jahr 2000. Aus der weitläufigen Verwandtschaft interessierte sich Ina aus dem Vogtland für ihn, die ihn schon seit Kindertagen kannte. 2006 haben sie geheiratet. Ina hat vier erwachsene Kinder. Sie fühlt sich in Heßlar wohl, auch wegen der guten Nachbarschaft.  Das Motto von Karl war stets: "Wir müssen miteinander reden, dann können viele Missverständnisse von vorneherein ausgeräumt werden".

Schlagworte

  • Heßlar
  • Barbara Wolf
  • Baywa AG
  • Bier
  • Brauereien
  • Brüder
  • Ehe
  • Geburtstage
  • Heiraten
  • Hochzeiten
  • Main-Post Würzburg
  • Mütter
  • Paul Kruck
  • Söhne
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!