Karlstadt

Karlstadt: Ehrenamtlich zum Schutz der Vogelwelt aktiv

Vorsitzender Günther Maier (Dritter von links) informierte eine von ihrem Bürgermeisterkandidaten Benedikt Kaufmann (links) angeführte Delegation der Freien Wähler Karlstadt auf dem Vereinsgelände über die vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten des Vogelschutzvereins.  Foto: Manfred Lippert

Über die vielfältigen Aktivitäten des Vogelschutzvereins Karlstadt informierten sich die Freien Wähler Karlstadt gemeinsam mit ihrem designierten Bürgermeisterkandidaten Benedikt Kaufmann vor Ort.

Der Verein, der im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, setzt sich für den Schutz besonders gefährdeter Vogelarten in der Region ein, um die Artenvielfalt zu erhalten und die Lebensräume bedrohter Arten zu verbessern. Vereinsvorstand Günther Maier berichtete von den Aufgaben des über 280 Mitglieder zählenden Vereins: Neben der Information über Vogelschutzbelange durch Exkursionen, Vorträge sowie durch die eigens eingerichtete Exponateausstellung steht vor allem die Unterhaltung und Pflege von  über 350 künstlichen Nisthilfen – etwa für den Mauersegler an der historischen Stadtmauer –  im Vordergrund.

Daneben werden 15 große Futterhäuser im Stadtgebiet ganzjährig betreut und im Winter mit Futter bevorratet. Neben regelmäßigen Wasservogelzählungen widmet sich der Verein insbesondere auch den Mehlschwalben, für die Karlstadt mit seinen über 300 aus dem Stadtbild bekannten natürlichen und künstlichen Nestern einen echten Hotspot darstellt. Neben der Pflege der Nester wurde für die Mehlschwalben auch eine Mehlfläche am Main angelegt. Zum betreuten Vogellehrpfad am Stationsweg im Tannenwald gehören zahlreiche Nistkästen, Vogeltränken, Mustergelegekästen, Futterstellen und Vogelinformationstafeln.

Günther Maier referierte zudem über die Feldlerche als aktuellen Vogel des Jahres. Bürgermeisterkandidat Benedikt Kaufmann erkundigte sich nach einem Rückgang der örtlichen Populationen bedrohter Arten und der Artenvielfalt insgesamt. Im Austausch mit den Teilnehmern wurden die vielfältigen Gründe hierfür thematisiert und diskutiert. Aus Vogelschützersicht betonte Günther Maier, dass jeder Einzelne vor Ort etwa in seinem Hausgarten mit dem Anlegen von Blühflächen, Futterstellen im Winter, Sträuchern, Hecken und Wasserstellen für die trockenen Sommer einen Beitrag leisten kann, um den negativen Trend umzukehren.

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