Karlstadt

Karlstadter Grünenliste: Genauso viele Männer wie Frauen

Partei hat ihre Kandidaten für die Wahl in den Stadtrat nominiert. Beim Thema Energie "ist noch viel Luft nach oben", sagt Bürgermeisterkandidat Armin Beck.
Die Stadtratskandidaten der Grünen Karlstadt. Foto: Rita Lother

Beinahe alle Bewerberinnen und Bewerber der grünen Liste für den Karlstadter Stadtrat konnte Bürgermeisterkandidat und Ortsvorsitzender Armin Beck bei der Aufstellungsversammlung in der Gaststätte der Mehrzweckhalle in Stetten begrüßen. Das teilen die Grünen in einer Presseerklärung mit. Nur drei der insgesamt 26 Kandidaten (mit Ersatzleuten) seien verhindert gewesen. Dies zeige, so Beck, dass alle sehr engagiert bei der Sache sind.

Versammlungsleiter Gerhard Kraft war begeistert, dass die Frauenquote auf der grünen Liste 50 Prozent beträgt und alle Altersklassen, Schichten, Berufe und viele Ortsteile vertreten sind. Die vom Vorstand vorgelegte Liste fand einhellige Zustimmung.

Das Miteinander stärker fördern

Bürgermeisterkandidat Armin Beck, der Liste anführt, machte deutlich, dass er die Menschen mehr einbinden will. „Die Bürger in Karlstadt und den Ortsteilen wollen sich einbringen und eine gute Zukunft für unsere Heimat gestalten. Hierzu brauchen wir mehr Miteinander zwischen Bürgermeister, Verwaltung, Stadtrat und Bürgern.“

Konkret sei ein Gesamtverkehrskonzept notwendig, von Fuß- über Fahrradwegen bis hin zu Straßen und Parkplätzen. Energieeinsparung und der Ausbau der erneuerbaren Energien müsse endlich von „Ankündigungen zum Handeln“ wechseln. „Da ist noch viel Luft nach oben“, betonte Beck, der mit Bürgerbeteiligung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte.

Mehrere Stadtratskandidaten forderten größeren Einsatz für eine Verkehrs- und Energiewende und erteilten der geplanten B26n eine deutliche Absage. Die nachhaltigen ökologischen Fragen und der Klimaschutz müssten einen höheren Stellenwert erhalten als weiterer Straßenbau, der mehr Verkehr nach Karlstadt und die Region westlich von Karlstadt brächte.

Kritik an noch mehr Parkplätzen 

Landratskandidat Christian Baier setzt darauf, dass im Dialog mit den Unternehmen noch weitere innovative Anregungen kommen. Die Wirtschaft müsse eingebunden werden. Sowohl Beck als auch Baier wollen gemeinsam mit den Unternehmen die Stadt und den Landkreis weiterentwickeln.

Ein großes Thema war die Innenstadt- und Dorfentwicklung. Die Altstadt solle im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) weiterentwickelt werden. Es gebe im „ISEK-Papier“ jede Menge Ansätze. Die Aktivitäten der Stadtmarketing-Gesellschaft fanden allgemeines Lob. Bezweifelt wurde jedoch, dass die zusätzliche Schaffung von Parkplätzen die Attraktivität der Innenstadt erhöhen würde.

Dritte Bürgermeisterin Anja Baier (Listenplatz 2), machte deutlich, dass sich Karlstadt auch als Fair-Trade-Stadt weiterentwickeln soll. Es gebe schon viele gute Ansätze dazu. „Wir dürfen aber nicht stehenbleiben und müssen immer mehr Menschen mitnehmen, zum Beispiel auch in den Vereinen.“

Wunsch nach bezahlbarem Wohnen 

Das Thema bezahlbares Wohnen wurde von Walter Gleichmann aufgegriffen. Er wünscht sich Mehrfamilienhäuser durch Genossenschaftsbau. Die Förderung von Mehrgenerationenprojekten durch Bereitstellung von Bauland durch die Stadt in allen Ortsteilen und der Kernstadt sei angezeigt, waren sich die Versammelten einig. Positiv wurden die Vorhaben der Stadt im sozialen Wohnungsbau im Stationsweg bewertet.

Elena Reinhard forderte, dass mehr gesamtgesellschaftlich gedacht werden müsse. Sie lenkte dabei das Augenmerk auch auf die Barrierefreiheit bei allen öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Raum. Wolfgang Tröster liegen neben dem Ziel, Klimaschutzgemeinde zu werden, besonders die sozialen Fragen am Herzen. Auch in diesem Bereich müsse die Stadt weiterhin verstärkt auf die Herausforderungen im Bereich Bildung und Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen reagieren.

Die Kandidatenliste: Armin Beck (Rechtsanwalt, Karlstadt), Anja Baier (Fachkrankenschwester, Karlstadt), Horst Wittstadt (Steinmetz, Laudenbach), Elena Reinhard (Regierungsbeamtin, Karlburg), Jochen Haase (Selbstständiger, Karlstadt), Katharina Vautrin-Hofmann (Dipl.-Ing. Architektur, Karlstadt), Reinhard Rauch (IT-Projektleiter, Rohrbach), Sandra Haedge (Verwaltungsangestellte, Karlstadt), Timo Scheblein (Elektrotechniker, Karlstadt), Andrea Naujoks (Gymnasiallehrerin, Karlstadt), Martin Sailer (Selbstständiger Versicherungsvermittler, Gambach), Carmen Münch (Hausfrau, Karlstadt), Erwin Scheiner (Industriefachwirt, Karlstadt), Lucia Bühler-Scholz (Lehrerin, Mühlbach), Peter Kretzinger (Förster, Laudenbach), Maria Hussong (Diplom-Musikerin, Karlstadt), Christian Baier (Arzt, Karlstadt), Pauline Kuhn (Studentin, Biologie, Karlstadt), Magdalena Eder (Ingenieurin, Karlstadt), Wolfgang Tröster (Studiendirektor i.R., Laudenbach), Susanne von Mansberg (Dipl.-Ing. agrar, Karlstadt), Walter Gleichmann (Rentner, Karlstadt), Ursula Frey (Diplom-Theologin, Karlstadt), Gerhard Kraft (Angestellter, Laudenbach). Ersatzleute: Rita Lother (Fremdsprachenkorrespondentin, Karlstadt), Ralf Lother (Diplom-Informatiker, Karlstadt).

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