Karlstadt

"Karscht live" war ein Erfolg - Wiederholung geplant

Über 1000 Gäste kamen am Samstag zur Neuauflage des Livemusikfestivals in Karlstadter Kneipen. Die Veranstalter sind zufrieden.
Die Newcomerband "Scarafoni" schlug auf Anhieb voll ein.  Foto: Stefan Netrval

Nach sechs Jahren Pause organisierten  Werner Hofmann und Rainer Kenner am Samstag eine Neuauflage des Kneipenfestivals "Karscht live". "Es war sehr erfolgreich", sagt Kenner, "überall wurde getanzt". In neun Karlstadter Gaststätten spielten Bands, Duos und Solomusiker Livemusik von. "Über 1000 Besucher waren unterwegs", sagt Hofmann.

Die Stimmung in der Stadt sei entspannt gewesen. "Das Schönste ist, dass sich die Leute gefreut und bedankt haben, dass es wieder stattgefunden hat", so Werner Hofmann. "Als ich durch die Stadt bin, haben überall die Leute den Daumen hoch gezeigt. Das kam wirklich aus dem Inneren." Kenner ergänzt: "Gäste, Gastronomen, die Bands und wir waren alle sehr zufrieden."

Es soll eine musikalische Mischung sein

Etwa 1100 Eintrittsbändchen wurden verkauft. Phasenweise seien einige Auftrittsorte voll gewesen, aber "nach fünf Minuten Wartezeit" sei der Zutritt in den meisten Fällen möglich gewesen, so Hofmann. Kenner sagte, für die Neuauflage hätten sie "einige Kracher-Bands" verpflichtet, aber in Zukunft sollen auch Newcomer ihre Chance bekommen. Hofmann wies auf die gelungene musikalische Mischung hin. "Es sollte nicht nur Party und Gute-Laune-Musik sein." Das ruhige Frauen-Duo "Allea" sei im Sthoka ebenso gut angekommen wie "Three 4 Fun" im Ratskeller.

Das gut eingeführte Trio zieht nach wie vor mit Klassikern aus Rock und Pop. Für Sänger und Gitarrist Thomas Detter war der Stettener Stefan Gerhard eingesprungen. Teilweise mussten die Besucher warten, um in den Ratskeller zu kommen. 

Werner Hofmann und Rainer Kenner mit dem Banner zu "Karscht live" Foto: Karlheinz Haase

Ein neuer Stern am Karlstadter Musikhimmel ist "Scarafoni" mit der Jugend-musiziert-Preisträgerin Beatrice Bayerlein. Die jungen Bandmitglieder haben sich über das Bandcamp des Bezirks Unterfranken gefunden. Eine Besucherin in der Rose schwärmte: "Nach drei Tönen wusste ich: Da will ich jetzt bleiben." Sie habe gedacht: "Was hat denn die für eine Stimme! Die geht Richtung Amy Winehouse." Das außergewöhnlich gemischte Repertoire sei sehr modern rübergekommen – "so Richtung Surf-Pop", berichtet sie. Auch bei  älteren Titeln wie "Hey Jude" oder Nummern von Queen sei die Interpretation eigen gewesen. 

Coverversionen beliebter Hits

Eine andere Besucherin war besonders angetan von dem Würzburger Mädelsduo "Allea" mit Gitarren und Ukulele: "Der zweistimmige Gesang war sehr sauber und harmonisch. Man hat gemerkt, dass sie ausgebildete Stimmen haben."

Das "Trio Unplugged" im Wintergarten des Hotels zur Eisenbahn. Foto: Lea Seufert

Coverversionen aus Rock und Pop solcher Klassiker machten den Löwenanteil bei "Karscht live" aus. Kai Höfling bot diese im Fehmelbauer ebenso professionell dar wie George Pavicic, der als "G.Rex" in der von Rainer Kenner betriebenen Liesl Karlstadt für Stimmung sorgte. Gut abgemischt war der Sound bei "BBC Reloaded" im "Zeitlos". Nicht weiter davon entfernt im "Fame" rockten "Tim Jäger's Rock Class".

Zwar hatte das junge  "Trio Unplugged" im Hotel "Zur Eisenbahn" einen etwas abgelegenen Spielort, konnte sich im dortigen Wintergarten aber nicht über einen Mangel an Publikum beklagen. Beim Projekt "Steamboat Charlie" spielte diesmal erstmals der versierte Gitarrist Marcus Stein unter anderem mit der Slide-Dobro auf. Kontrabassist Laurent Flandin verlieh dem Repertoire aus Swing-und Bluesnummern gelegentlich eine französische Note.

"Steamboat Charlie" spielte in der Lilien Lounge. Foto: Mona Sieber

Obwohl sie noch nicht endgültig abgerechnet haben, peilen Hofmann und Kenner schon die Neuauflage im nächsten Jahr an. "Wir wollen die Bands stärker durchwechseln als früher", sind sie sich einig. Ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest. "Wir werden wohl im November bleiben", so Kenner. Hofmann ergänzt: "Das genaue Datum werden wir mit der Stadt abstimmen."

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