Hafenlohr

Katja Wagner-König will Bürgermeisterin von Hafenlohr werden

Katja Wagner-König will neue Bürgermeisterin von Hafenlohr und Windheim werden und sieht die Bürgernähe als wichtigste Aufgabe Foto: Susanne Feistle

"Kommunalpolitik sollte in erster Linie nichts mit Parteien zu tun haben", sagt Katja Wagner-König. Deshalb sei sie vor zwei Wochen aus der CSU ausgetreten und seitdem parteilos. Der Ort sollte eine wichtigere Rolle spielen als die Partei. Bisher habe sie diesen Eindruck nicht immer. Mit Beispielen wolle sie aber vorsichtig sein.   

Bürgermeister Thorsten Schwab mache als Landtagsabgeordneter einen guten Job. Da habe sie ihn immer unterstützt und werde diese auch weiterhin tun. Aber sie meint, dass es nicht so günstig ist, wenn der Bürgermeister gleichzeitig Landtagsabgeordneter ist, schon wegen der Präsenz vor Ort.   

Sie ist VfB-Vorsitzende

Als Bürgermeisterkandidatin vorgeschlagen wurde sie von den Freien Wählern aus Hafenlohr und Windheim – eine der ältesten Freie-Wähler-Gemeinschaften in Bayern. "Wir wollten diesmal der Wählerschaft eine echte Wahl bieten, nachdem es 2014 schon keinen Gegenkandidaten gab." Deshalb hätten sie diskutiert, wer das denn könne und sind, nicht zuletzt wegen ihrer guten Vereinsarbeit als Vorsitzende des VfB Hafenlohr, auf Wagner-König gekommen, erklärte Harald Blum, Vorstandsmitglied der Freien Wähler in Hafenlohr.

Diese hat nach Bedenkzeit und Rücksprache mit ihrer Familie zugesagt. "Die Familie war das Zünglein an der Waage. Die stehen definitiv hinter meiner Entscheidung, sonst hätte ich es auch gar nicht gemacht", so die Kandidatin.

Es solle nicht darum gehen, welche Partei wie viele Stimmen bekommt, sondern das Bestreben müsse es sein, einen Gemeinderat mit einem Bürgermeister an der Spitze zu bekommen, die es schaffen, Hafenlohr und Windheim weiter voranzubringen und vor allem die Bürger wieder mehr in das Gemeindeleben zu integrieren. Und das von Anfang an: "Durch die Dialoge kommen doch auch neue Ideen. Dass dies einen erheblichen Zeitaufwand bedeutet, ist mir bewusst."

Begegnungen sind ihr wichtig

Konkret möchte sie beispielsweise Begegnungsstätten für alle schaffen, zum Beispiel einen Jugendraum. "Die Jugend ist doch unsere Zukunft." Aber auch die ältere Generation brauche einen Raum. Sie kann sich gut die Errichtung eines Begegnungswegs zwischen Hafenlohr und Windheim zum Radfahren, Spazierengehen, Informieren und Ausruhen vorstellen.

Auch die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Gemeinde sollte gestärkt werden. "Gemeinsam lassen sich alle Projekte leichter und häufig auch kostengünstiger umsetzen, gerade auch unter Einbeziehung von ortsansässigen Firmen – und das bereits in der Planungsphase."

Neben der Bürgerbeteiligung sei die Gemeinderatsbeteiligung wichtig. Auf Nachfrage erklärt Harald Blum: "Wir haben das Gefühl, es gibt verschiedene Informationsstände bei den Gemeinderäten. Es wissen manche mehr als andere." "Mir ist wichtig, dass man die Leute mitnimmt und nicht einfach Entscheidungen fällt", sagt Wagner-König. "Ich stehe für ein gemeinschaftliches Miteinander, wo Ehrlichkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit und Kooperation groß geschrieben werden."

Katja Wagner-König
Katja Wagner-König ist 51 Jahre alt, in Hafenlohr geboren und aufgewachsen. Sie ist seit 27 Jahren mit Egon König verheiratet. Das Paar hat zwei erwachsene Söhne.
Nach ihrem Fachabitur an der Fachoberschule in Marktheidenfeld machte sie eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin und war sechs Jahre lang in einem Architekturbüro beschäftigt. Außerdem machte sie eine Ausbildung zum Vereinsmanager und ist seit fünf Jahren in der Geschäftsstelle des TV Marktheidenfeld tätig.
Sie war acht Jahre lang Mitglied des Elternbeirats des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in Marktheidenfeld. Seit 2017 ist sie Kreis-Schatzmeisterin des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) Main-Spessart. Seit zwölf Jahren ist sie in der Vorstandschaft des VfB Hafenlohr tätig, davon acht Jahre als Vorstand. "Außerdem bin ich in vielen Vereinen immer und überall zugange", so Wagner-König.
Sie stehen hinter ihrer Bürgermeisterkanditatin: Die Freien Wähler Guntram Leimeister (von links), Harald Blum, Katja Wagner-König, Johannes Leimeister und Franz Riedmann. Foto: Susanne Feistle

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