Ruppertshütten

Keine Waldweihnacht an der Bayerischen Schanz mehr

Waldweihnacht
Waldweihnacht Foto: DB

Der Spessart Adventsmarkt Wald-Weihnacht an der Bayerischen Schanz wird seine Pforten nicht mehr öffnen.

"Aus verschieden Gründen, mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Glücklich über die vielen schönen Jahre des Miteinanders, den Spessart von seiner zauberhaft-mystischen Seite zeigen zu dürfen. Traurig, diese Entscheidung nun doch treffen zu müssen", das schreiben die Veranstalter Michaela Münch und Marcel Jähnsch in einer Pressemitteilung.

Erstmals fand as länderübergreifende Projekt Spessart WaldWeihnacht im Jahre 2008 statt. Zehntausende Besucher zählte man in den Anfangsjahren. "Wir waren vollkommen überwältigt, als wir die Menschen dicht gedrängt am ersten Sonntag bei strahlend blauem Himmel durch den winterlichen Spessartwald pilgern sahen. Es war ein großartiger Erfolg für alle Mitwirkenden", heißt es in der Mitteilung.

Warum nun die Entscheidung? Es seien einige Gründe dafür zusammenkommen. "Erfolgskonzepte erfahren bekanntlich eine gewisse Ausbreitung. Und so gibt es inzwischen immer mehr Weihnachtsmärkte, die auch ihre Besonderheit haben und ebenso besuchenswert sind", so die Organisatoren weiter. "Aufhören, wenn es am Schönsten ist, um wieder offen für Neues zu werden", so lasse sich die Entscheidung auf den Punkt bringen.

Vor allem das Thema Windkraftanlagen und Industriezone in unmittelbarer Nähe zur Waldschänke und dem Spessart Adventsmarkt hätte die Initiatoren in vielen Bereichen immer wieder ausgebremst. Der Regionalplan Südhessen weise eine der größten Potenzialflächen in nur 450 Meter Entfernung zur Bayrischen Schanz und dem Marktgelände aus.

"Wir bedauern zutiefst, welche Zerstörung der Naturpark Spessart auf hessischer Seite bereits derzeit am Roßkopf, dem Jossgrund etwa 4,5 Kilometer entfernt, erfährt", so Münch und Jähnsch.

Neue Projekte seien vorerst noch nicht in Planung. Einige Ideen gebe es aber bereits. Es komme nun also entscheidend darauf an, wie sich die Situation der Vorrangflächen hinsichtlich der Windindustriezonen direkt angrenzend am Naherholungsgebiet Bayerische Schanz entwickeln werde.

"Kommt tatsächlich dieser massive Ausbau, wird eine spessarttypisch-mystische Veranstaltung ohnehin authentisch nicht mehr umsetzbar sein. Von daher werden wir nun vorerst noch verstärkt unser Engagement auf den Erhalt des Naturparks Spessart konzentrieren", erklären Münch und Jähnsch.

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