Neuhütten

Kindergarten braucht dringend zusätzliche Räume

Zu viele Kinder und zu wenig Kindergartenplätze gibt es ab September im Kindergarten "St. Josef" in Neuhütten. Foto: Jochen Kümmel

Zu viele Kinder und zu wenig Kindergartenplätze gibt es ab September in Neuhütten. Die Nachfrage nach Plätzen wachse immer weiter, erläuterte Bürgermeister Edmund Wirzberger am Montagabend im Gemeinderat: "Ab September sind wir in der Zwickmühle und wir können nicht alle Kinder aufnehmen."

Zurzeit gehen 34 Kinder bis zu drei Jahren in die zwei Gruppen des Kindergartens St. Josef. In Summe sind 50 Kindergartenplätze genehmigt.

Neue Gruppe beantragt

Eine Umfrage bei den Eltern ergab ab September einen Bedarf von sieben Regelkindern (ab drei Jahre) und 13 Kindern, die unter 2,7 Jahre alt sind. Nachdem Kinder unter 2,7 Jahren in der Planung doppelt zählten, ergebe sich ein Bedarf von 33 Plätzen.

Um die Nachfrage zu befriedigen, hat der St. Josefsverein beim Landratsamt einen Antrag gestellt, eine neue Übergangsgruppe mit 15 bis 18 Kindern aufzumachen. Noch offen ist die Frage, wo die zweite Kleinkindgruppe untergebracht werden soll. "Neubau, Anbau oder Ausweichquartier?", fragte Bürgermeister Wirzberger.

Als Raummöglichkeiten für eine weitere Gruppe kämen das Dachgeschoss im Altbau oder der Turnraum in Frage. Auch über die Aufstockung des Pavillons im Freigelände wurde diskutiert.

Übergangsweise umziehen?

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Container-Bau oberhalb des Kindergartens. Je nach Ausführung koste ein solches modulares Gebäude 220 000 bis 330 000 Euro ohne Tiefbau. Als Mietlösung würde ein Container für 20 Kinder mit 45 000 Euro für zwei Jahre zu Buche schlagen.

Die Frage sei, für welchen Zeitraum die zusätzlich Kapazität gebraucht werde. "Keiner weiß, wie der Boom weitergeht", sagte Wirzberger. Als Übergangslösung bis die neuen Räumlichkeiten geschaffen werden, könnte eine Gruppe in die alte Schule oder ins Pfarrheim umziehen, was allerdings weitere Personalkosten bedeute.

Mit einer Containerlösung könnten sich vielleicht auch Brandschutzauflagen erledigen, die erfüllt werden müssen, um eine Krabbelgruppe einrichten zu können, wofür ebenfalls die Planungen laufen.

"Aus meiner Sicht wird es eine Situation sein die wir fünf, vielleicht auch zehn Jahre haben und dafür brauchen wir eine sinnvolle Lösung", fasste Gemeinderat Franz Wirzberger die Diskussion zusammen. Das weitere Vorgehen wird von der Einschätzung des Landratsamtes abhängig sein und den Gemeinderat in den nächsten Monaten weiter beschäftigen.

Auch einen Einblick in die finanzielle Situation des Kindergartens gab Bürgermeister Wirzberger: Die Mehrausgaben 2018 betrugen bei den Personalkosten 49 855 Euro. Die weiteren Ausgaben für den Kindergartenbetrieb wie Reinigungskräfte, Fortbildung, Raumkosten und Instandhaltung belaufen sich auf 41 732 Euro.

Eingenommen hat der Verein durch die Elternbeiträge, Mitgliedsbeiträge und Spenden 52996 Euro. Das ergibt ein Defizit von 38 591 Euro. Mit Einnahmen aus einer Endabrechnung aus 2017 von 18 018 Euro und einem bereits durch die Gemeinde geleisteten Zuschuss für 2018 ergibt sich ein Überschuss von 835 Euro.

Schlagworte

  • Neuhütten
  • Jochen Kümmel
  • Edmund Wirzberger
  • Kindergartenplätze
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!