Marktheidenfeld

Kita Edith-Stein-Straße: Kosten sind okay, Trampolin nicht

Waren in den vorangegangenen Sitzung noch die Kosten der Hauptdiskussionspunkt, so stand diesmal das Trampolin im Mittelpunkt der Beratung über die neue Kita-Außenanlage.
So sah die Kita mit Kinderkrippe in der Edith-Stein-Straße im Jahr 2018 aus. Foto: Ralf Thees

Vor 25 Jahren wurde die Außenanlage der Kindertagesstätte in der Marktheidenfelder Edith-Stein-Straße angelegt. Viele Generationen von Kindergartenkindern haben sich daran abgearbeitet und entsprechend marode ist das Areal heute. Nun wird es für rund 200 000 Euro saniert und aufgewertet. Standen in der Stadtratssitzung vor den Ferien noch die Kosten im Mittelpunkt, so fokussierte sich die Diskussion am Donnerstagabend auf die Frage, ob es ein Trampolin braucht oder nicht.

Der Zustand des Areals ist sehr schlecht

Weil im Haushaltsplan nur 150 000 Euro vorgesehen sind, musste Landschaftsarchitekt Wolfgang Leimeister seine in der vergangenen Stadtratssitzung vorgelegten Pläne für rund 212 000 Euro nacharbeiten. Am Donnerstag machte er mit Unterstützung von Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder noch einmal deutlich, wie schlecht der Zustand des Areals ist. Hänge seien erodiert, das Wurzelwerk schaue heraus, Spielgeräte könnten nicht genutzt werden. Schmidt-Neder betonte: "Das Herrichten des Geländes schluckt enorm viel Geld, bevor man überhaupt erst Geräte stellen kann." 

Zwischen der teuersten, nun mit 214 733 Euro veranschlagten, Variante 1 und der mit 158 000 Euro billigsten Variante 2 (rein funktional, ohne Gartenhaus, Trampolin, Wasserspielfläche) bot Leimeister als Kompromisslösung die Variante 3 für 193 000 Euro an. In dieser würde vor allem auf das Garten- und Gerätehaus verzichtet werden. Außerdem schlug der Architekt die Verwendung von Rollrasen vor, weil dieser nach wenigen Wochen bespielbar sei. Im Gegensatz dazu stehe ein angesäte Rasen, der monatelang nicht betreten werden kann. Die Mehrkosten für den Rollrasen: 9000 Euro netto.

So will Leimeister das Erodieren des Geländes verhindern

Wie er in Zukunft denn das Erodieren des Geländes verhindern wolle, fragte Burkhard Wagner Leimeister. Die Böschungen würden flacher gehalten, sagte der Architekt, und da wo die Hänge steil seien, würden sie mit Sträuchern bepflanzt oder Felsen belegt. Dann machte Wagner das Fass "Trampolin" auf. Er habe aus Sicherheitsgründen höchste Bedenken gegen ein solches Sportgerät, sagte er. Auch Christian Menig hakte da ein: "Nicht, dass wir eine eigene Erzieherin als Aufsicht für Trampolin einstellen müssen."  

Der Sicherheitsbeauftragte habe die Sache geprüft und keine Bedenken, meinte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder. Außerdem sei es ja kein Hüpftrampolin, sondern eher ein Bodentrampolin zum Begehen. Hermann Menig überzeugte das nicht. Er wisse, dass der Gemeindeunfallverband solche Geräte ausschließe. Auch Helmut Adam sah keinen Trampolin-Bedarf, sondern wünschte sich stattdessen eher ein günstiges Gartenhaus zum Unterbringen der Geräte bei Schlechtwetter. Martin Harth forderte, das Trampolin zu streichen und mit der Verlegung des Rollrasens eine Fachfirma zu beauftragen.

Wenig Anklang fand der Vorschlag von Joachim Hörnig, eine Beregungsanlage zu berücksichtigen. Architekt Leimeister verwies auf die hohen Kosten, Bürgermeisterin Schmidt-Neder auf den Klimawandel. Man könne in Zukunft schlecht den Bürgern das Rasensprengen verbieten und auf der anderen Seite die städtischen Grünflächen automatisch beregnen.  

Die Abstimmung ergab schließlich: Variante 3 ohne Trampolin (gegen eine Stimme). Der Vorschlag von Christian Menig, der Bauhof solle den Rollrasen selbst verlegen, fand wegen der fehlenden Gewährleistung keinen Anklang. Gegen drei Stimmen wurde beschlossen, das von einer Fachfirma erledigen zu lassen.

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