ARNSTEIN

Klärungsbedarf bei Stadtentwicklung

(hop) Die Freie Werntalliste, die SPD, die Freien Wähler und die Bürgerliste Großgemeinde Arnstein (BLGA) haben einen Katalog von Änderungswünschen erarbeitet, der ins Stadtentwicklungskonzept einfließen soll, beziehungsweise sie sehen noch offene Fragen. Bekanntlich soll bei der Stadtratssitzung am Montag, 10. Oktober, dieses Konzept beschlossen werden.

Stadträtin Heidi Henning teilt mit, worauf sich die Oppositionsgruppen verständigt haben: Es sei wichtig, zuerst die Ostumfahrung zu bauen. Man sehe nämlich die Gefahr, dass die „Schwabachtaltrasse“ andernfalls zu einer innerörtlichen Umgehung würde. Würde sie zuerst gebaut, so wäre die Ostumfahrung überflüssig. Aus diesem Grund sollte auch der Begriff „Schwabachtaltrasse“ im Stadtentwicklungskonzept gar nicht erst verwendet werden.

Später freilich werde man nicht um die Verbindung zwischen dem Nahversorgungszentrum Mitte (Edeka, Norma, Rewe) und dem Nahversorgungszentrum West (einst als Fachmarktzentrum bezeichnet) herumkommen. Auch sei das Schulzentrum in der Schwebenrieder Straße anzubinden.

Es fehle bisher ein echtes Verkehrsentwicklungskonzept. Es sei zu beantragen, dass kurzfristig Angebote von Ingenieurbüros eingeholt werden. Darin sollen eine Verkehrsuntersuchung und ein Gutachten zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse sowie der Verkehrssicherheit enthalten sein. Es geht der Opposition insbesondere um die Sicherheit für Fußgänger, Schüler, alte Menschen und Bewohner der Altstadt.

Im Stadtentwicklungskonzept sollte gestrichen werden, dass das Nahversorgungszentrum West der Versorgung des Stadtteils Heugrumbach dient. Für die Einwohnerzahl von 550 Bürgern seien ein Vollversorger und ein Discounter nämlich nicht erforderlich. Wichtig sei, dass der Stadtrat Arnstein selbst bestimmen kann, welche Geschäfte sich dort ansiedeln dürfen. Auszuschließen seien innenstadtrelevante Sortimente.

Zu klären sei auch, wer das Projektmanagement übernimmt. Das Projektbüro könnte beispielsweise im bisherigen Sparkassengebäude untergebracht werden, wenn die Sparkasse einst in das Bauvorhaben von Mulfingers umzieht.

Die Verfasser fragen, wer an den Fachgesprächen „mit Vertretern unterschiedlicher Dienststellen, Einrichtungen und Interessengruppen (Verkehr, Einzelhandel, Gewerbe, Gastronomie, Wohnen, Immobilienwirtschaft, Ortsbild, Freiraum und Kultur)“ teilgenommen hat. Wie wurden die Einladungen hierzu selektiert und ausgesprochen? Wo sind die Protokolle der Gespräche?

Die weiteren Fragen der Oppositionsgruppen: Wie sieht die weitere Bürgerbeteiligung aus? In welcher Form und in welchem Umfang werden Arbeitsgruppen/Arbeitskreise eingerichtet und unterstützt? Eine positive Stadtkommunikation sei nötig. Zudem müsse der Internetauftritt der Stadt verbessert werden.

Manches im Stadtentwicklungskonzept sei auch bisher nicht ganz nachvollziehbar. So werde dort auf einen „Anhangband Verkehrsplanung“ verwiesen. Doch wo sei der Anhang zu finden?

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