Thüngen

Kommentar: Gemeinsame Gottesdienste – großer Schritt zur Ökumene

Die katholische Kilianskirche auf dem Wendelsberg wurde 1970 geweiht. Seit Jahren gehen auch hier die Besucherzahlen stark zurück und die Betreuung durch Ehrenamtliche wird immer schwieriger. Foto: Günter Roth

Die Entscheidung der beiden Kirchengemeinden von Thüngen kommt für viele nicht überraschend. Einige Bürger reagieren mit Bedenken, die meisten Thüngener aber begrüßen den Beschluss als mutigen Schritt in die richtige Richtung.

Die Skeptiker dürfen beruhigt sein, denn die verantwortlichen Pfarrer Tilman Schneider und Simon Mayer machten deutlich, dass sowohl die evangelische als auch die katholische Kirchengemeinde nach wie vor ihre Selbstständigkeit in vollem Umfange beibehalten, wenn sie künftig zu getrennten Zeiten am selben Ort feiern. Es wird also niemand vereinnahmt. Wohl aber wird die Bedeutung des griechischen Wortes Ökumene – das "Gemeinsame Haus Jesu"  – eine zusätzliche Tiefe erhalten, wenn es die Menschen mit Inhalt zu füllen vermögen.

Vielleicht werden die Thüngener Christen bald merken, dass es Unsinn ist, dass die einen am Sonntagvormittag das Ende des evangelischen Gottesdienstes abwarten, um dann am selben Ort eine Eucharistie zu begehen, die dem Geist der vorangegangenen Feier weitgehend gleicht und auch im Ritus ähnlich ist. Es ist zu hoffen, dass dieser kühne Thüngener Versuch erfolgreich verläuft, dass er auf weitere Gemeinden übergreift und am Ende die Gemeinschaft aller Christen steht.

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