HEßLAR

Konzert auf hohem Niveau

Eigentlich ist die St. Michaels-Kirche in Heßlar zu klein für die gewaltigen akustischen Möglichkeiten der Trachtenkapel... Foto: Günter roth

Gemeinsam mit dem Karlburger Chor „Allegro Cantare“ gestalteten die Jugend- und die Trachtenkapelle Heßlar in der Pfarrkirche St. Michael ihr ureigenstes traditionelles Weihnachtskonzert.

„Stade Zeit“ und adventliche Besinnlichkeit erwartet die Besucher in Heßlar nicht, stattdessen festliche, manchmal extrem laute Musik auf hohem technischen und künstlerischen Niveau – und jede Menge englische Literatur.

Selbst „Allegro Cantare“ ließ sich davon anstecken und brachte gerade mal ein halbes Lied auf Deutsch zu Gehör. Wer sich aber mit diesen Vorgaben anfreunden kann, kommt bei der Trachtenkapelle Heßlar stets voll auf seine Kosten.

Musikalischer Schwung

Die Musiker können sehr wohl auch „sanft“ spielen wie zum Beispiel die Jugendkapelle mit „Oh little Town of Betlehem“ oder die Gesamtkapelle mit „Schean ruhig ist die Wintazeit“. Eine Mozart-Serenade von Bläsern vorgetragen mag ungewöhnlich sein, wurde aber von der Kapelle unter Leitung von Christian Schreck bestens umgesetzt. Musikalischen Schwung brachten bekannte Lieder wie „Jingle Bells“ im Egerländer Stil und das Potpourri „Weihnachten in Europa“. Annemarie Schep, Claudia Kütt, Andreas Feser und Thomas Vollmuth sangen mit der Kapelle „A Weihnacht wie's früher war“. In „Traumland“ konnten Bernd Kütt, Michael Kratochwil und Matthias Weiglein mit ihrem Trompetensolo überzeugen. Gut aufgelegt zeigte sich auch die Jugendkapelle mit einem beachtlichen Perkussions-Register.

Kirche akustisch überfordert

Bei dem Song „Up where we belong“ – Selina Rüb und Reinhard Rauch sangen mit der Kapelle – war die kleine Michaelskirche allerdings akustisch völlig überfordert. Zuhörern in den ersten Reihen schmerzten einfach die Ohren.

Fein abgestimmt, von Andreas Kübert sicher geführt und mit schönen Stimmen zeigte sich der Chor „Allegro Cantare“. Mal fröhlich, dann wieder sanft mit bekannten und weniger bekannten Weisen. Kleiner Schönheitsfehler: Selbst das einzige Lied in deutscher Sprache „Josef, lieber Josef mein“ wurde ab der Hälfte in Latein gesungen.

Glanzlichter allerdings waren wieder die besinnlichen Beiträge von Pfarrer Paul Häberlein. Ganz besonders die Geschichte des kleinen Jungen, der mitten im Krippenspiel den Sinn des Weihnachts-Geheimnisses begriffen hatte, ging allen unter die Haut.

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