Fellen

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Das Amt für Ländliche Entwicklung, vertreten durch Abteilungsleiter Christoph Kirchner (vorne Zweiter von rechts) und WBV Fellener Grund-Vorsitzender Alois Haas (Zweiter von links) unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel der Unterstützung der Privatwaldbesitzer. Darüber freuen sich WBV-Geschäftsführer Johannes Fischer (links) und AELF-Amtsleiter Ludwig Angerer (rechts) sowie der WBV-Vorstand (hinten von links) Stefan Gerhard, Thomas Gerhard und der forstliche Koordinator Stephan Kühlwein. Foto: Jürgen Gabel

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und die Waldbesitzervereinigung (WBV) Fellener Grund rücken durch eine jetzt geschlossene Kooperationsvereinbarung noch enger zusammen. Wie Abteilungsleiter Christoph Kirchner bei der Vertragsunterzeichnung unterstrich, gibt es die forstliche Beratung durch die bayerische Forstverwaltung bereits seit einigen Jahrzehnten. Doch jetzt stellt der 2018 geschlossene "Waldpakt" zentrale Weichen, eine Forstbetriebsgemeinschaft weiter zu entwickeln.

Die Stärkung der Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes durch die Bayerische Staatsregierung und die Interessenvertretungen der Waldbesitzer ist die Grundlage der Kooperationsvereinbarung, erklärte Kirchner im Beisein des AELF-Amtsleiters Ludwig Angerer (Karlstadt), des zuständigen Revierleiters Stephan Kühlwein und des gesamten WBV-Vorstands. Klimawandel und demographische Veränderungen der Waldbesitzer stellen Forstwirtschaft, Waldeigentümer und deren forstliche Zusammenschlüsse vor drastische Herausforderungen. Diese besonderen Aufgaben der Zukunft können nur im engen Schulterschluss von Staat, Verbänden und den Selbsthilfeeinrichtungen bewältigt werden. Das Ziel dabei ist, so der Forstmann weiter, die bestmögliche Unterstützung der Waldbesitzer. Vor allem die Forstgemeinschaften brauchen Hilfe, um die Privatwälder zum Nutzen der Allgemeinheit bewirtschaften zu können.

Die Staatsregierung und die Vertreter des Waldbesitzes bekennen sich dazu, die Multifunktionalität der Wälder zu erhalten, alle Waldbesitzgrößen in die Weiterentwicklung einzubinden und die staatliche Unterstützung zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Die WBVs haben den Auftrag ausgezeichnet erfüllt und sich zu eigenständigen und leistungsfähigen forstlichen Selbsthilfeeinrichtungen im ländlichen Raum entwickelt. Als freiwillige Dienstleister sind sie deshalb unverzichtbare Säulen, die eine angemessene und offene Vermarktung des wertvollen Rohstoffes Holz organisieren sowie den nötigen Waldumbau und die -pflege unterstützen, lobte Kirchner die örtliche WBV Fellener Grund. Außerdem seien sie wichtige Multiplikatoren und Fortbildungsdienstleister für die Waldbesitzer.

Das AELF unterstützt die WBV in der Öffentlichkeitsarbeit, bei Infoveranstaltungen, bei der Aktivierung der Waldbesitzer sowie bei deren Aus- und Weiterbildung, ergänzte Stephan Kühlwein. Gerade bei der größten Zukunftsaufgabe, dem aufgrund des Klimawandels notwendigen Waldumbau, ist die zwischen AELF und WBV geschlossene enge Zusammenarbeit eminent wichtig. So unterstützt das Amt bei der Vorbereitung der vorgesehenen Waldflächen, bei der eventuell nötigen Durchforstung, bei Pflanzung, Zaunbau und bei der Pflege, sprach Kühlwein die vereinbarten Ziele an.

WBV-Vorsitzender Alois Haas stellte die Selbsthilfeaktionen für die rund 240 eingeschriebenen Waldbesitzer mit 2400 Hektar Forstfläche im Fellener Grund heraus. Seine 1954 gegründete WBV sei eine der ältesten Nordbayerns. Amtsleiter Ludwig Angerer wusste, dass drei Viertel des bayerischen Privat- und Körperschaftswaldes in forstlichen Vereinigungen organisiert sind. Die 135 WBVs und FBGs im Freistaat haben mit ihren 2018 vermarkteten fünf Millionen Festmeter Holz inzwischen die Staatsforsten überholt. Fast alle Vereinigungen in seinem Amtsbereich haben inzwischen Kooperationsverträge abgeschlossen. Durch den neuen Waldpakt hat sich allein die Fördersumme der WBVs auf jährlich zehn Millionen Euro verdoppelt, schloss Angerer.

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