Neuhütten

Kosten von 3,6 Millionen zu verteilen

Die Sanierung fast der kompletten Wasserversorgung für Neuhütten wird nach neuester Kalkulation auf 3,63 Millionen Euro geschätzt. Auf die Grundbesitzer kommen Beiträge zu, über die der Gemeinderat am Montag beraten hat.

Arbeiten rund um die Steingrundquelle, die Instandsetzung des Hochbehälters, Fassung der Schwarzengrundquelle, die Rohwasserförderleitungen, Neubau der Trinkwasseraufbereitungsanlage, Rückbau bestehender Anlagen stehen an.

Damit die Kommune die Auslagen von den Bürgern einfordern kann, erließ der Gemeinderat in am Montagabend einstimmig eine Beitragssatzung für die Verbesserung und Erneuerung der Wasserversorgungseinrichtung.

In dieser Satzung ist laut Bürgermeister Edmund Wirzberger "alles reingepackt, was in den nächsten Jahren anfällt". Geregelt wird, nach welchem Schlüssel die 3,63 Millionen Euro auf die Grundstückseigentümer aufgeteilt werden. Es ist festgelegt, dass 30 Prozent auf die Grundstücksfläche und 70 Prozent auf die Geschossfläche der Gebäude entfallen.

Aus der Summe aller Grundstücksflächen (479 544 Quadratmeter) und Geschossflächen (188 826 Quadratmeter) ergeben sich Beitragssätze von 2,27 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 13,46 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche.

Auf sechs Raten strecken

So kann sich jeder Hausbesitzer ausrechnen, was in den nächsten Jahren in etwa auf ihn zukommt. Mit einer Beispielrechnung erläuterte Rathaus-Chef Wirzberger, wie sich der Beitragssatz zusammensetzt. Für ein 800 Quadratmeter großes Grundstück (800 mal 2,27) sind es 1816 Euro. Bei einem Haus, das eine Geschossfläche von 300 Quadratmeter aufweist, werden (300 mal 13,46) 4038 Euro fällig.

Vorschlag ist es, die Verbesserungsbeiträge in sechs "bürgerfreundlichen Raten" in den nächsten drei Jahren ab Frühjahr 2020 einzufordern. Nicht einkalkuliert sind eventuelle Fördermittel, auf die die Gemeinde noch hoffen kann. Allerdings sind die benötigten Förderschwellen noch nicht erreicht.

Nachdem die Gemeinde derzeit bereits in den Hochbehälter investiert, können die Schwellen möglicherweise bald erreicht werden. Allerdings muss sich die Gemeinde sputen: Alle Baumaßnahmen, für die die Gemeinde eine Förderung erhalten möchte, müssen Ende 2021 abgeschlossen und abgerechnet sein.

Zuviel gezahlte Beiträge werden nach der Schlussabrechnung wieder zurückgezahlt, sicherte Wirzberger zu.

Erneuerung schon beschlossen

Weiter gab Bürgermeister Wirzberger bekannt, dass der Gemeinderat bereits am 14. Oktober einstimmig in nichtöffentlicher Sitzung die Erneuerung der Wasserleitung vom jetzigen Wasserhaus bis zum künftigen Standort der Wasseraufbereitung "Im Furth" beschlossen hat.

Der Rat beauftragte das Ingenieurbüro Jung mit der Ausschreibung der Arbeiten, die im Frühjahr 2020 bereits starten sollen.

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