MARKTHEIDENFELD

Krankenhaus in Marktheidenfeld wird zum Sorgenkind

Wenn es eine Hoffnung gegeben hat, dass die Schließung des Karlstadter Krankenhauses den Standort des Krankenhauses in Marktheidenfeld stärkt, dann hat sich diese nicht erfüllt. Nach wie vor ist die Belegung in der Inneren unbefriedigend. Darüber wurden die Kreisräte in der Werkausschusssitzung am Donnerstag informiert. Zum 1. Oktober war das Krankenhaus Karlstadt geschlossen worden. Die Belegung in Marktheidenfeld ist aber schlecht geblieben.

Retzstadts Bürgermeister Karl Gerhard, der als Controller agiert, legte die Zahlen für das laufende Jahr dem Werkausschuss vor. Daraus geht hervor, dass die Bettennutzung in der Inneren in Marktheidenfeld im laufenden vierten Quartal mit 44,8 Prozent sehr niedrig ist. Für das Jahr 2017 war eine Auslastung von 64,4 Prozent geplant. Zugleich ist die Verweildauer der Patienten auf 16,5 Tage gestiegen. Es waren 7,2 Tage vorgesehen.

Anstrengungen für Marktheidenfeld

„Es sind hier besondere Anstrengungen notwendig“, sagte auch Klinikreferent Gregor Bett mit Blick auf Marktheidenfeld. An der schlechten Belegung könnten Gerüchte schuld sein, dass es die Innere gar nicht mehr gibt, nachdem die Notaufnahme und die Chirurgie geschlossen worden sind. Solchen Gerüchten müsse man hartnäckig entgegentreten, sagte Bett und betonte, dass die Innere in Marktheidenfeld bis zur Fertigstellung des neuen Zentralklinikums im Jahr 2023 in Lohr geöffnet bleibe. Dies müsse auch in der Öffentlichkeit deutlich werden.

Stabil dagegen ist die Geriatrie in Marktheidenfeld. Die Fallzahlen und Bettennutzung steigen und liegen über dem Plan für 2017 von 86 Prozent. In jedem Quartal wurde 2017 in der Geriatrischen Reha eine Bettennutzung von über 90 Prozent erreicht. Die Akutgeriatrie wird daher mit zwölf Betten, die geriatrische Abteilung sogar mit 15 Betten gestärkt.

Beim prognostizierten Defizit für das Jahr 2017 für alle Krankenhäuser gibt es nichts Neues. Es sei mit einem Fehlbetrag von 8,3 Millionen Euro für alle Krankenhäuser zu rechnen, sagte Karl Gerhard. Im Oktober war man noch von 8,2 Millionen Euro ausgegangen.

Parkinson-Behandlung erfolgreich gestartet

Klinikreferent Bett gab auch einen Überblick über die neuesten Entwicklungen im Klinikverbund. Die Innere I in Lohr sei wieder gut angenommen worden, nachdem die Brandschutzmaßnahmen abgeschlossen sind. Auch die Herzinfarkteinheit laufe gut. Seit 1. November sei diese mit genügend Personal besetzt, so dass sie 24 Stunden – also auch nachts – geöffnet ist. Bei der Unfallchirurgie in Lohr wurden die Mindestmengen deutlich überschritten, sagte Bett und begrüßte dies. In der Neurologie in Lohr wurde die Parkinson-Behandlung erfolgreich gestartet. Die Altenheime in Gemünden und Marktheidenfeld hätten nach wie vor fast 100 Prozent Auslastung.

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