SEIFRIEDSBURG

Kreisbrandinspektor zeigt Verständnis für die Rücktritte

(bjk) Kreisbrandinspektor Herbert Hausmann zeigt Verständnis für den Rücktritt der Seifriedsburger Feuerwehrleitung wegen des Streits um ein neues Fahrzeug. (Wir berichteten am Mittwoch.) „Eine Ersatzbeschaffung wäre längst fällig gewesen“, sagt Hausmann. Jetzt muss die Stadt Gemünden, die für den Brandschutz der Bürger zuständig ist, schnell handeln und innerhalb von drei Monaten einen neuen Kommandanten wählen lassen. Bis dahin müsse Bürgermeister Ondrasch den beiden Zurückgetretenen vermutlich den Auftrag erteilen, die Feuerwehr kommissarisch weiterzuführen.

Das neue Wunschfahrzeug würde 108 340 Euro kosten. Im Haushalt waren aber nur 100 000 Euro veranschlagt. Das abermalige Hinauszögern der Entscheidung wegen der Mehrkosten von 8340 Euro kann die Stadt teuer zu stehen kommen, so Hausmann. Wenn neue Kommandanten gefunden werden müssen, müssten diese spezielle Lehrgänge besuchen, für die die Stadt dann den Lohnausfall zu zahlen hätte.

Das jetzige Fahrzeug in Seifriedsburg sei nur als Notbehelf für einige Monate vorgesehen gewesen. Hausmann: „Jede Mark, die da reininvestiert wird, ist rausgeschmissenes Geld.“

Das eigentliche Seifriedsburger Feuerwehrauto habe bereits einige technische Mängel aufgewiesen und sei nicht mehr verkehrssicher gewesen. Beim Fahren sei etwa ständig die Schiebetür herausgefallen. „Die Feuerwehr in Seifriedsburg hat in den letzten Jahren sehr viel eigeninvestiert“, sagt Hausmann. Lederstiefel habe sie selbst kaufen müssen und das Gerätehaus aus eigenen Mitteln gebaut. Hausmann hat Bedenken, wenn er an die geplanten nötigen neuen Fahrzeuge für Adelsberg und Gemünden denkt.

Bürgermeister Georg Ondrasch war am Mittwoch bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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