Karlstadt

Kreistagswahl: Grüne Kandidaten wollen die Energiewende

Gegen die B 26n, für mehr Umweltschutz und für den Ausbau der regenerativen Energien – die Grünen im Landkreis treten mit 30 Frauen und 30 Männern zu Kreistagswahl an.
Die auf der Nominierungsversammlung anwesenden Frauen und Männer, die für die Grünen bei der Kreistagswahl am 15. März kandidieren.  Foto: Klaus Gimmler

Die Grünen im Landkreis Main-Spessart haben ihre Kandidaten für die Kreistagswahl am 15. März  2020 nominiert. „Es ist uns gelungen, wieder 30 Frauen und 30 Männer aufzustellen“, sagte Kreisvorsitzender Gerhard Kraft in seiner Begrüßung im Hotel Mainpromenade in Karlstadt am Montagabend. „Dies schaffen die anderen Parteien nicht“, meinte er. Die von der Kreisführung vorgeschlagene Liste wurde einstimmig angenommen.

Zuvor hatten sich die anwesenden Kandidaten kurz vorgestellt. Viele nannten den Klimawandel als einen der Hauptgründe, sich politisch zu engagieren. Den Gefahren gegenüber würden Politik und Wirtschaft die Augen verschließen. Das verabschiedete Klimapaket der Bundesregierung sei keine Antwort auf den Klimawandel. Deutlich weitgehendere Maßnahmen müssten her. Einige nannte ihre Kinder oder Enkelkinder als Grund für ihr politisches Engagement. Diese hätten ein Recht darauf, dass ihnen der Planet in einem guten Zustand übergeben wird.

Die jüngste Kandidaten auf der Grünen-Liste ist mit 22 Jahren Hannah Imhof, die Tochter der Listenführerin Bärbel Imhof aus Lohr. Sie betonte, dass jetzt gehandelt werden müsse, sonst sei der Klimawandel unumkehrbar. Sie wolle sich dafür einsetzen, die Menschen wach zu rütteln. Klimaschutz brauche ein stabiles Fundament, sagte sie unter dem Beifall der Anwesenden.

Christian Baier, der Kandidat der Grünen für die Landratswahl, wolle als gewählter Landrat die dezentrale Energiegewinnung fördern. Daran können sich die Bürger beteiligen. Dies würde die Akzeptanz erhöhen. "Wenn die Energiewende nicht gelingt, werden wir die Folgen deutlich spüren", meinte auch er.

Zentralklinikum größtes Projekt

Als das größte Projekt des Landkreises bezeichnete Baier den Bau des Zentralklinikums in Lohr. Es werde die Aufgabe des künftigen Landrats sein, den Neubau klug zu steuern und gleichzeitig die medizinische Versorgung im Raum Marktheidenfeld und Karlstadt zu entwickeln. Viele Forderungen der Grünen seien mittlerweile von anderen Parteien übernommen worden. Aber als Musikfan meinte er: "Es gibt viele Coverbands von Pink Floyd, das Original ist immer noch das Beste."

Kreisvorsitzender Gerhard Kraft hatte zusammen mit grünen Mitstreitern ein Wahlprogramm für die Wahlperiode 2020 bis 2026 erarbeitet. Dies stellte er vor. Die Grünen wollen demnach regionale und nachhaltige Kreisläufe stärken sowie den Breitbandausbau im ländlichen Raum vorantreiben. Sie setzen unter anderem auf einen sanften Tourismus als wirtschaftliches Standbein, die Kreisliegenschaften sollen energetisch saniert und regenerativen Energien ausgebaut werden.

Für den Landkreis fordern die Grünen ein Verkehrskonzept. Dabei haben kleine Lösungen den Vorrang vor Neutrassierungen. "Die B 26n ist nicht notwendig", so Kraft. Zudem sind die Grünen für das 365 -Euro-Ticket und für die Reaktivierung der Werntalbahn.

Die Kandidaten der Grünen für die Kreistagswahl
Die Bewerberinnen und Bewerber in der Reihenfolge ihrer Listenplatzierung: Bärbel Imhof (Lohr, 58 Jahre), Christian Baier (Karlstadt, 60), Susanne Rinno (Marktheidenfeld, 47), Gerhard Kraft (Karlstadt, 59), Mathilde Lembach (Lohr, 65), Mario Paul (Lohr, 44), Ruth Haag (Marktheidenfeld, 55), Wolfgang Küber (Rieneck, 61), Hannah Imhof (Lohr, 22), Horst Wittstadt (Karlstadt, 56), Ruth Braun-Spiehl (Gemünden, 66), Dirk Hartwig (Marktheidenfeld, 47), Anja Baier (Karlstadt, 49), Wieland Gsell (Zellingen, 63), Magdalena Eder (Karlstadt, 36), Klaus Hofmann (Burgsinn, 63), Xena Hospes (Marktheidenfeld, 23), Frank Julke (Arnstein, 57), Andrea Dürr (Marktheidenfeld, 58), Armin Beck (Karlstadt, 51), Diana Pechlaner (Lohr, 48), Martin Sailer (Karlstadt, 28), Flavinia Mauceri (Steinsfeld, 36), Björn Janetzky (Lohr, 53), Sylvia Türk-Rupp (Zellingen, 66), Franz Eder (Arnstein, 66), Elke Herrmann-Rüppel (Frammersbach, 66), Hans-Joachim Schüßler (Gemünden, 57), Monika Trautwein-Eder (Arnstein, 64), Wolfgang Weis (Lohr, 64), Christine Laier-Gsell (Zellingen, 61), Waldemar Kades (Arnstein, 60), Monika Breiltgens (Karbach, 67), Peter Kretzinger (Karlstadt, 57), Sandra Haedge (Karlstadt, 48), Günter Krönert (Zellingen, 59), Ursula Frey (Karlstadt, 68), Robert Neudek (Gemünden, 64), Katharina Vautrin-Hofmann (Karlstadt, 54), Werner Burk (Lohr, 49), Sonja Rupp (Zellingen, 35), Andreas Frech (Lohr, 55), Andrea Naujoks (Karlstadt, 48), Wolfgang Rupp (Zellingen, 72), Sigrid Gehret (Lohr, 44), Wolfgang Tröster (Karlstadt, 72), Gisela Steck (Gemünden, 70), Carsten Pohl (Marktheidenfeld, 46), Ulrike Röder (Lohr, 49), Walter Gleichmann (Karlstadt, 65), Anna-Julia Schug (Gemünden, 40), Manuel Mühlbauer (Lohr, 36), Martina Wittstadt (Karlstadt, 50), Franz Josef Vorwerk (Zellingen, 56), Rita Lother (Karlstadt, 58), Wolfgang Rüppel (Frammersbach, 55), Barbara Meyer (Billingshausen, 56), Clemens Kracht (Lohr, 49), Michaela Schmitt-Münch (Arnstein, 58), Michael Imhof (Lohr, 63).
Ersatzkandidaten: Heidemarie Fersch (Hasloch, 67), Jochen Haase (Karlstadt, 43), Helga Gößmann (Arnstein, 50), Wilhelm Brönner (Hafenlohr, 69), Sofia Elflein-Schramm (Marktheidenfeld, 54).

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