Karlstadt

Kreistagswahl: ÖDP und UGM suchen noch Unterstützer

Noch nicht sicher ist, ob die ödp und „Unabhängig - Gemeinsam - für MSP“ zur Kreistagswahl zugelassen werden. Bis 3. Februar müssen 385 Unterstützer unterschreiben.
Wer tritt zur Kreistagswahl an? 385 Unterstützer brauchen ÖDP und UGM. Foto: Sebastian Gollnow

Es wird spannend. Welche Parteien und Gruppierungen treten zur Kreistagswahl an? Nach Auskunft des Landratsamts sind bislang Listen von CSU, Grünen, Freien Wählern, SPD, FDP, Freien Bürgern, ödp und der UGM („Unabhängig - Gemeinsam - für Main-Spessart“) angemeldet. Von der AfD und der Linken gibt es Pressemitteilungen, dass sie auch zur Wahl des Kreistags antreten wollen. Doch die offizielle Einreichung der Wahlunterlagen lag laut stellvertretendem Kreiswahlleiter Thomas Urlaub bis Freitag, 17. Januar, noch nicht vor.

Sollten die AfD und die Linke die nötigen Unterlagen einreichen, steht fest, dass sie zur Wahl zugelassen werden, ohne dass sie Unterstützerunterschriften sammeln müssen. Beide Parteien hatten bei vergangenen Landtags- oder Bundestagswahlen mehr als fünf Prozent der Stimmen erhalten.

Anders aber die ÖDP: Sie braucht 385 Unterstützungsunterschriften, genauso wie die neu gegründete Wahlgruppierung UGM. Bis 23. Januar können noch Wahlvorschläge eingereicht werden; die Unterschriften müssen bis zum 3. Februar vorliegen. Das Problem: Die Unterschriften können nicht einfach gesammelt werden. Die Unterstützer müssen diese in den Rathäusern der 40 Landkreisgemeinden leisten.

Die ÖDP muss diese Auflage ebenfalls erfüllen, da sie bei der Wahl 2014 nicht mit einer eigenen Kreistagsliste angetreten und auch bei den vergangenen Landtags- , Europa- oder Bundestagswahlen nicht über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen ist. Die UGM, die als neue Wahlgruppierung erstmals bei den Kreistagswahlen antritt, hofft ebenfalls auf Unterstützerunterschriften. 

UGM ist zuversichtlich

 UGM-Listenführer Christian Menig ist zuversichtlich, dass seine Gruppierung die nötigen Unterschriften bekommt, vielleicht hat sie diese sogar schon. Er habe sich im Rathaus der Stadt Marktheidenfeld, in der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld und im Rathaus der Gemeinde Triefenstein erkundigt. Dort hätten bis Freitagmittag schon knapp 300 Bürger unterschrieben. Wie es in den anderen Rathäusern des Landkreises aussieht, wusste Menig nicht. Die Kandidaten der UGM kommen vor allem aus dem Altlandkreis Marktheidenfeld. Menig rechnet aber damit, dass es auch außerhalb des Altlandkreises Unterstützer für seine Liste gibt. 

Michaela Schwab von der ÖDP glaubt nicht, dass ihre Partei schon genügend Unterstützer gefunden hat. Noch ist Zeit. Daher will die ödp in der nächsten Zeit mit Infoständen in Fußgängerzonen auf sich aufmerksam machen und die Bürger bitten, für ihre Partei zu unterschreiben. Zugleich liegt eine Liste für die Kandidatur von Michaela Schwab zur Landrätin aus. Auch dafür werden 385 Unterstützer gebraucht. Die 63-jährige ehemalige Pharmareferentin und heutige Rentnerin aus dem Karlstadter Stadtteil Laudenbach will vor allem gegen die B26n kämpfen.

Ab dem 20. Januar laufen die Meldungen über die abgegebenen Unterschriften in den kommunalen Rathäusern bei der Kreiswahlleitung im Landratsamt zusammen. "Dann bekommen wir täglich die abgegebenen Unterschriften gemeldet", sagt stellvertretender Kreiswahlleiter Urlaub. Am 3. Februar Punkt 12 Uhr werde dann geprüft, ob die erforderliche Anzahl vorliegt.

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