Steinfeld

Kritik an zähen Baustellen in Steinfeld

Öffentliche Gebäude der Gemeinde Steinfeld, wie beispielsweise das im Foto zu sehende Dorfgemeinschaftshaus, sollen nach Möglichkeit barrierefreie Zugänge bekommen. Foto: Wolfgang Dehm

Alles andere als rund scheint es auf den Baustellen Buchenbachquelle und Riedgraben zu laufen, über deren Fortschritte Landschaftsarchitekt Günther Hurrlein (Zellingen) in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch  berichtete.

Seinen Worten zufolge ist die Baustelle Buchenbachquelle/Pumphäuschen am Ortseingang von Hausen weitgehend abgeschlossen. Am Pumphäuschen seien Außenputz, Fenster und Türe erneuert worden, jetzt fehlten nur noch Kleinigkeiten. Als weiteres Gestaltungselement schlug er noch Fensterläden vor.

Der rund gemauerte Quelltopf, der behindertengerecht zu erreichen sei, besteht laut Hurrlein aus Sandsteinen, die bislang am Kirchle gelegen hätten. Vom Quelltopf führe ein ebenfalls aus Sandsteinen angelegter terrassenförmiger Überlauf zum Buchenbach. Probleme habe der Schacht gemacht.

Er sei noch nicht ganz sicher, ob das wie geplant funktioniere, meinte Günter Siegl (CSU). Unter anderem befürchtete er einen Wasserstau und als Folge dessen ein Versumpfen der Wiese. Davon ging Hurrlein nicht aus.

Kritik kam auch von Bürgermeister Günter Koser (CSU). Mit Blick auf die seit sieben Wochen bestehende Baustelle am Ortseingang in Hausen monierte er, dass die ausführende Firma immer wieder einmal tagelang nicht aufgetaucht und der Firmeninhaber bei vereinbarten Ortsterminen nicht dagewesen sei. Ähnlich verhalte es sich an der Baustelle Riedgraben-Sanierung, wo ein Entwässerungsgraben an der falschen Stelle ausgehoben worden sei. Siegl ging sogar noch weiter, in seiner Kritik. "Ich seh' die Maßnahme als gescheitert an", sagte er.

Als kleinen Lichtblick nahm der Gemeinderat wahr, dass Hurrlein davon ausging, "dass wir mit den Kosten einigermaßen hinkommen" - wenngleich einzelne Ratsmitglieder auch daran ihre Zweifel hatten.

Jeweils einstimmig (13:0) gab der Gemeinderat grünes Licht für die Errichtung eines Carports an einem bestehenden Haus an der Straße "Am Forst" und den Bau einer offenen Berge- und Gerätehalle an der Würzburger Straße. Zur Kenntnis nahm das Gremium zwei Anträge im Freistellungsverfahren: den Bau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage an der Straße "Am Schindersberg" und den Bau eines Reihenhauses an der Wagnerstraße.

Die Freien Wähler schlugen in einem schriftlich eingereichten Antrag vor, im Zuge der geplanten "kleinen Sanierung" des Dorfgemeinschaftshauses (Treppenhaus und Foyer) dort einen barrierefreien Zugang zu schaffen.

Dieser Antrag sei zu unterstützen, sagte Rudolf Hock (CSU) und regte an, darüber hinaus zu schauen, wo an anderen öffentlichen Gebäuden der Gemeinde Barrierefreiheit umgesetzt werden könnte. Auf Vorschlag von Bürgermeister Koser beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass dafür Mittel in den Haushalt 2020 eingestellt werden sollen. Die Verwaltung wurde beauftragt, vorab Fördermöglichkeiten zu ermitteln.

Für die Kommunalwahlen am 15. März 2020 bestimmte der Gemeinderat einstimmig Lisa Röder als Gemeindewahlleiterin, Stephan Kraus als ihren Stellvertreter.

Die Waldzeller Musikanten können die Turnhalle zu den üblichen Bedingungen für Vereine am 18. April kommenden Jahres für einen böhmisch-mährischen Abend nutzen, am 8. Mai für ein Benefizkonzert.

Sonja Stahl (FW) wies auf den "Protestspaziergang" des Vereins Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung entlang der Trasse der "MSP-Spange neu" hin, der am Sonntag, 20. Oktober, an der Schutzhütte "Kohlplatte" beginnt. Eingeladen dazu seien alle Bürgerinnen und Bürger - auch aus den umliegenden Städten und Gemeinden.

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