Adelsberg

Kritik und Beifall aus Adelsberg für den Bürgermeister

Die Bürgerversammlung am Montagabend im Clubraum der Adolphsbühlhalle fand wenig auszusetzen an der Gemündener Stadtverwaltung.
Wer aus dem Leinischen Weg in die Staatsstraße Gemünden-Karsbach einbiegt, muss mit zu schnell fahrenden Autos aus Richtung Gemünden rechnen. Foto: Michael Fillies

So etwas hat es noch in keiner Gemündener Bürgerversammlung gegeben: Zwei Adelsberger meldeten sich am Montagabend zu Wort, um dem Bürgermeister, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung ein dickes Lob auszusprechen, und die rund 50 Zuhörer im voll besetzten Clubraum der Adolphsbühlhalle spendeten Beifall dazu. Dabei hatte sich Bürgermeister Jürgen Lippert auch einige Klagen anhören müssen.  

Etliche Kritikpunkte brachte Josef Manger vor, er würdigte aber auch Lipperts Arbeit: "Man muss mal feststellen: Seit Sie Bürgermeister sind, hört man nichts Negatives mehr über Gemünden. Es war auch im Stadtrat noch nie so ruhig." Später schloss sich Johannes Priesemann an: Er komme aus Hessen, wohne jetzt fünf Jahre in Adelsberg und fühle sich wohl in Bayern und Gemünden, denn: "Hier ist Ordnung im Land, und die (Stadt-)Verwaltung funktioniert sehr gut." 

Überschwemmte Grundstücke

Schwerwiegende Probleme sprachen die Adelsberger nicht an, mit Ausnahme eines Grundstücksbesitzers im Gebiet zwischen der Hohenburg- und der Adolphsbühlstraße.  Seit 2015 werde seine Scheune regelmäßig bei jedem Regen wegen einer defekten Kanalisation bzw. Ableitung im oberhalb liegenden Grundstück überschwemmt. "Ich nehme das nicht mehr länger hin", schimpfte der Mann. Ein Nachbar unterhalb bestätigte, auch er bekomme das talwärts schießende Wasser ab.

Offen blieb die Zuständigkeit: ob der Eigentümer des Grundstücks mit der mangelhaften Drainage oder das Kommunalunternehmen Stadtwerke. Dessen Technischer Leiter Henry Bürgermeister kündigte allerdings an,  dass im kommenden Jahr die Grundstückseigentümer in dem Gebiet zur Entflechtung von Quell- und Niederschlagswasser und zur ordnungsgemäßen Ableitung verpflichtet werden.   

Des Weiteren wurde an Wünschen  vorgebracht: Eine Verbesserung des Parkplatzes am Friedhof – der Belag mit Splitt sei "eine Katastrophe"; Eingangsbestätigungen für Mitteilungen an die Stadtverwaltung; eine Verbesserung des verschlammten Stellplatzes der Altglascontainer; die Reparatur des Friedhofstors.  

Verkehrsprobleme

Keine Hoffnung auf Änderungen machte der Bürgermeister in Bezug auf die Adolphsbühlstraße (Ortsdurchfahrt), was die gewünschte Beschilderung ("rechts vor links") und ein Parkverbot anbelangt. Das eine sei durch die Tempo-30-Zone rechtlich nicht zulässig, das andere verkehrsberuhigend und statthaft, sofern niemand behindert wird, wiederholte Jürgen Lippert die in früheren Jahren getroffenen Feststellungen.

Keine Einigkeit besteht, ob die Ausfahrt vom Leinischen Weg in die Staatsstraße 2303 Gemünden-Karsbach (zu) gefährlich ist oder nicht. Während einige Adelsberger monierten, dass die von Gemünden kommenden Autofahrer oftmals viel schneller als die erlaubten 80 Stundenkilometer seien und man morgens von der anderen Seite her durch die Sonne geblendet werde, bestritten andere und Bürgermeister Lippert, dass die Staatsstraße schlecht einsehbar sei. Ein Vorschlag der Kritiker war, die kleine Verkehrsinsel zu asphaltieren, um eine bessere Ausfahrt zu bekommen. Kritisiert wird des Weiteren, dass das Tempo-30-Gebot im Leinischen Weg kaum eingehalten wird.  

Ein Vorschlag in der Adelsberger Bürgerversammlung war, die kleine Verkehrsinsel in der Ausfahrt des Leinischen Wegs zu asphaltieren. Foto: Michael Fillies

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