MARKTHEIDENFELD

Kunstwerke statt Brötchen

Noch kurze Zeit zu sehen: Kunst im Schaufenster. Zu den Ausstellern in der Marktheidenfelder Luitpoldstraße zählen die beiden Gymnasiastinnen Melissa Brod (rechts) und Sarah Willer. Foto: Martin Harth

Wo früher Backwaren das Schaufenster zierten und man sich auf eine Tasse Kaffee treffen konnte, kaschiert seit einigen Wochen Kunst aus dem Gymnasium den längerfristigen Leerstand eines Ladengeschäfts.

Dies wird noch bis Ende der ersten Novemberwoche so bleiben, denn Mitte des nächsten Monats soll im Erdgeschoss des Geschäfts- und Ärztehauses Luitpoldstraße 27 wieder ein Café eröffnen. Dies berichtete am Donnerstag die Eigentümerin Monika Herzog, die als Lehrerin am Marktheidenfelder Balthasar Neumann-Gymnasium (BNG) beschäftigt ist. Deshalb entstand vor den Sommerferien ein Projekt, das ein leer stehendes Ladengeschäft in bester Lage ein wenig zu verbergen half.

Herzog wusste von ihrem Kollegen Reinhold Hußendörfer, dass er auf der Suche nach einem öffentlichen Ort war, an dem Arbeiten aus dem Kunstunterricht am BNG gezeigt werden könne. So waren die Fäden schnell gesponnen und in die Schaufenster an der Luitpoldstraße sowie an der Passage zum Hauseingang zogen die besten Arbeiten mehrerer Schülerjahrgänge.

Die Idee ist an sich nicht einmal so neu. Inge Albert, bei der Stadt für das Thema Marketing zuständig, hatte schon vor längerer Zeit angeregt, dass sich die Eigentümer leer stehender Läden in der Innenstand dazu bereitfinden sollten, ihre prominenten Ausstellungsflächen vorübergehend Künstlern zur Verfügung zu stellen. Im Einzelfall erwies sich die gute Idee, mit der ein negativer Eindruck vom Marktheidenfelder Einzelhandel vermieden werden sollte, als schwer zu verwirklichen. Deshalb war man auch bei der Stadt zufrieden, dass dies in diesem Fall nun wenigstens zeitweise gut gelungen war.

Zwei, die in den Schaufenstern an der Luitpoldstraße ihre Werke öffentlich zeigen, sind die beiden BNG-Elftklässlerinnen Melissa Brod und Sarah Willer. Noch in der zehnten Jahrgangsstufe hatte Kunsterzieher Hußendörfer ihnen die jugendgerechte Aufgabe gestellt, einen Entwurfs für ein „Musikplakat“ zu gestalten. Sie freuen sich darüber, dass sie die Gelegenheit haben, ihr Talent gegenwärtig neben anderen Bildern und Skulpturen aus dem BNG der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Monika Herzog hofft, dass von der Aktion etwas bleibt. Sie will den neuen Pächter des Cafés in ihrem Haus zu einer Art Kunstpartnerschaft mit den BNG anregen.

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