Langenprozelten

Landratswahl: Hubert Fröhlich geht für die FDP ins Rennen

Auch die FDP stellt mit Hubert Fröhlich (Mitte) einen Kandidaten für die Landratswahl. Unser Bild zeigt ihn in Begleitung von FDP-Kreisvorsitzenden Helge Ziegler (links) und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Peter Sander vor dem Huttenschloss in Gemünden. Foto: Klaus Gimmler

Jetzt sind es fünf Kandidaten, die im kommenden März zum Landrat des Landkreises Main-Spessart gewählt werden wollen. Hubert Fröhlich kandidiert für die FDP. Er sei ein "liberal denkender Mensch mit Verantwortung für die Mitmenschen und die Umwelt", stellte er sich am Mittwochnachmittag im Gasthof "Letzter Hieb" in Langenprozelten vor.

Schon über 30 Jahre  ist der 52-Jährige in der FDP. Damals sei er eingetreten, weil er sich politisch engagieren wollte. Die FDP sei die einzige Partei gewesen, die ihn angesprochen hatte, weil diese aus seiner Sicht nicht eine Ideologie, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Der Staat müsse sich weitgehend zurücknehmen, so sein Politikverständnis. Er selbst bezeichnet sich als ein "liberal denkender Mensch mit Verantwortung für seine Mitmenschen und die Umwelt".

Bereits mehrere Wahlkämpfe hinter sich

Fröhlich hat als bisher letzter Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen. "Es gab keine Eile", sagt er. Gemeinsam mit der FDP-Führungsspitze im Landkreis sei beschlossen worden, einen Kandidaten für die Landratswahl zu stellen. Fröhlich ist FDP-Kreisrat und sitzt auch für die Ökokreisfraktion im Stadtrat von Gemünden. Mit Wahlkampf kennt er sich aus. Er hat schon 1994 für die FDP für den Bundestag und 2008 für das Bürgermeisteramt in Gemünden kandidiert.

Sollte er gewählt werden, steht für ihn an erster Stelle, die Wirtschaftskraft des Landkreises zu stärken. Noch habe man nahezu Vollbeschäftigung. Dies sei die Voraussetzung für soziale und ökologische Maßnahmen. "Geht es der Wirtschaft gut, dann geht es den Menschen gut", sagt er und er will sich dafür einsetzen, die technische und digitale Infrastruktur des Landkreises zu stärken. 

Die Weiterführung der B26n an die A3 bei Helmstadt und mit dem Zubringer nach Lohr will er daher unterstützen. Denn Umgehungsstraßen würden die Umwelt entlasten, sagt er. Dies sehe man beispielsweise in Rieneck. Dort seien die Menschen durch die neu eingeweihte Umgehungsstraße von Lärm und Emissionen befreit. Zu einer guten Infrastruktur gehören für Fröhlich auch gute Bildungseinrichtungen. Wichtig ist für ihn auch mehr Bürgerservice im Landratsamt. Er wolle die Möglichkeiten der Digitalisierung vorantreiben.

Fröhlich will als Landrat ein Moderator sein

Als Landrat wolle er ein Moderator sein und als Chef der Verwaltung die Entscheidungen so vorbereiten, dass die Gremien bestens informiert ihre Entscheidungen treffen können. Dies sei keine Kritik an der Amtsführung von Thomas Schiebel. Er fühle sich gut informiert und wolle dessen Stil übernehmen. 

Von der Kandidatur erhofft sich der FDP-Kreisvorstand mit dem Vorsitzenden Helge Ziegler und seinem Stellvertreter Peter Sander einen Aufschwung für die Partei im Landkreis. Schon jetzt ist entschieden, dass es in Lohr eine eigene Liste zur Kommunalwahl geben wird. In Karlstadt und in Arnstein sei man dazu auf einem gutem Wege, sagt Ziegler. In Marktheidenfeld  sei dies noch in der Schwebe. Antreten wird die FDP zudem mit einer eigenen Liste zur Kreistagswahl, diese werde aber wahrscheinlich nur zur Hälfte gefüllt sein.

Zur Person: Hubert Fröhlich
Aufgewachsen ist Hubert Fröhlich auf einem Bauernhof im Gemündener Stadtteil Aschenroth. Dort führt er einen anerkannten Biohof mit Saat von Getreide, Zuckerrüben und mit Streuobst. Zudem ist er Schnapsbrenner und seit 2012 Vorsitzender des Fränkischen Brennerverbandes mit 1700 Mitgliedern.
Fröhlich ist im zweiten Beruf Altenpfleger im ambulanten Pflegedienst der Caritas. Er hat das Zertifikat "Psychologischer Berater" erworben.
Zudem ist Fröhlich im Pfarrgemeinderat, bei der Freiwilligen Feuerwehr und im Obst- und Gartenbauverein seines Heimatortes. In seiner Freizeit läuft er Marathon. Erst vor wenigen Wochen hat er in Tallinn (Estland) einen Marathon beendet.  

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