Ansbach

Landschaftspflege am Weichselberg bei Roden läuft

Thomas Zürrlein, TG-Vorsitzender vom Amt für Ländliche Entwicklung (rote Jacke), erläuterte Bürgermeister Otto Dümig (rechts daneben) sowie den Mitgliedern der Teilnehmergemeinschaft Roden die bisher erfolgten Maßnahmen zur Landschaftspflege.
Thomas Zürrlein, TG-Vorsitzender vom Amt für Ländliche Entwicklung (rote Jacke), erläuterte Bürgermeister Otto Dümig (rechts daneben) sowie den Mitgliedern der Teilnehmergemeinschaft Roden die bisher erfolgten Maßnahmen zur Landschaftspflege. Foto: josef laudenbacher

In der Waldneuordnung Roden 3 werden etwa 100 Hektar (ha) kleine Flächen Privatwald neu geordnet. Ein Bestandteil der im Frühjahr 2019 angelaufenen Flurbereinigung ist die Landschaftspflege von Magerrasenflächen am Weichselberg, ein gemeinsamer Beitrag der Teilnehmergemeinschaft (TG) in Zusammenarbeit mit den Unteren Naturschutzbehörde Main-Spessart. Wie weit es dort gediehen ist, war Ziel einer Exkursion mit Thomas Zürrlein vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken (ALE), dem TG-Vorsitzenden.

Begleitet wurde Zürrlein von Rodens Bürgermeister Otto Dümig als örtlichem Beauftragten sowie den Vorstandmitgliedern der TG, Günther Dümig, Förster Richard Winkler, Manfred Weis, Helmut Möhler, Paul Scheiner und Theo Hartmann. Angeschaut wurde eine etwa zwei Hektar große Fläche, die schon weitgehend durch die Firma Hofmann (Würzburg) entbuscht wurde. Das angefallene Material wird noch verwertet. Die gesamte Fläche dient als Ausgleichsfläche für erfolgten Wegebau. Pflichtanteil wäre ein Hektar gewesen, von der TG wurde sie um einen weiteren Hektar aufgestockt.

Gefährdeten Pflanzen eine Chance geben 

Auch dem Landkreises Main-Spessart liegen die Magerrasen am Herzen. Er hat in den zurückliegenden Jahren viel gegen die Verbuschung im benachbarten Karbach getan. Solche Arbeiten und Programme werden auch von der EU mit finanziert, um die Flächen wieder zu einer attraktiven Kulturlandschaft zurückzuentwickeln. Entbuschung ist notwendig, um wieder gefährdeten Pflanzen eine Chance zu geben. Auf den Muschelkalkböden hat sich Magerrasen mit vielen seltenen und geschützten Tier- und Pflanzenarten gebildet.

Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich bereits: Bereits jetzt konnten vereinzelt typische Mager- und Trockenstandortarten wie Frauenschuh, Helmknabenkraut, Küchenschelle, Fliegenragwurz oder Kreuzblümchen beobachtet werden. Die freigelegten Flächen sollen künftig entweder durch Schafe oder Ziegen sauber gehalten werden.

In der Waldneuordnung Roden 3 haben die eingebrachten Flurstücke laut Thomas Zürrlein durchschnittlich 500 Quadratmeter. Manche Eigentümer haben bis zu 50 verstreut liegende Einlageflurstücke. Die vorläufige Besitzeinweisung erfolgte im September 2019. Die neuen Grenzen sind abgesteckt. Das Zusammenlegungsverhältnis beträgt etwa 1:4. In einigen Fällen auch 1:10. Die ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen sind gekennzeichnet durch eine relativ geringe Bodenauflage auf anstehendem Muschelkalk. Hierdurch entstanden wertvolle Kalkmagerrasen, welche aber größtenteils durch Nutzungsaufgabe oder Einstellung der regelmäßigen Mahd oder Beweidung schnell wieder verbuschen.

Die TG hat daher im ersten Arbeitsgang zunächst den Auftrag zur partiellen Entbuschung vergeben. Hierzu wurde ein Pflegekonzept erstellt. Danach ist eine weitere Freihaltung der Flächen durch Schafbeweidung vorgesehen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf circa 26 000 Euro. Für dieses Jahr sind die Ausführungsanordnung, der Eigentumsübergang und die anschließende Grundbuchänderung vorgesehen.

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