WIESENFELD

Landwirtschaftsministerin lobt den Dorfladen

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ließ es sich nicht nehmen, bei ihrem Besuch im Dorfladen Wiesenfeld auch einige heimische Produkte einzukaufen. Im Bild: (von links) Kreisbäuerin Maria Hoßmann, Michaela Kaniber, Thorsten Schwab (MdL), Ramona Müller (Geschäftsleitung Dorfladen), Michael Hombach (Stadtrat von Karlstadt) und Reinhard Wolz (Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes).
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ließ es sich nicht nehmen, bei ihrem Besuch im Dorfladen Wiesenfeld auch einige heimische Produkte einzukaufen. Im Bild: (von links) Kreisbäuerin Maria Hoßmann, Michaela Kaniber, Thorsten Schwab (MdL), Ramona Müller (Geschäftsleitung Dorfladen), Michael Hombach (Stadtrat von Karlstadt) und Reinhard Wolz (Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes). Foto: Josef Riedmann

Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber informierte sich auf Einladung des CSU-Ortsverbandes Wiesenfeld/Rohrbach über den Dorfladen Wiesenfeld, die geplante Ortsumfahrung und die Dorferneuerung. In der ehemaligen Synagoge stellte sich die Ministerin der Diskussion mit Imkern und Landwirten aus Main-Spessart.

Im ehemaligen Gutshof begrüßte der Stimmkreisabgeordnete Thorsten Schwab die Ministerin. Theo Dittmaier, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, stellte den Ort vor. An einer Schautafel erläuterte er die Planungen zur Ortsumgehung. Die Straßenbaumaßnahme mit einem Kostenvolumen von 8,5 Millionen Euro werde die Stadt Karlstadt im Rahmen der Kommunalen Sonderbaulast für den Staat verwirklichen.

Armin Schäfer stellte die Entstehungsgeschichte des Dorfladens vor. Getragen werde der Laden in der Rechtsform einer UG von drei Ortsvereinen und 212 stillen Teilhabern. Drei festangestellte Verkäuferinnen und fünf Kräfte auf 450-Euro-Basis werden zusätzlich von freiwilligen Helfern unterstützt. Das Café mit Außensitzplätzen habe sich zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt entwickelt. Auch der Verkaufsladen mit ortsnahen Produkten werde gut angenommen. Der monatliche Umsatz liege 30 Prozent über den prognostizierten 30 000 Euro und es könne gar ein Überschuss erwirtschaftet werden. 2017 erhielt der Dorfladen zwei Auszeichnungen: den Staatspreis „Dorferneuerung und Baukultur“ sowie den Vinzenzpreis des Diözesan-Caritasverbandes Würzburg.

Ministerin Kaniber zeigte sich begeistert von dem Dorfladenkonzept, das wie sozialer Kitt die Gemeinschaft zusammenhalte. Sie lobte die regionale Wertschöpfung für Landwirte und appellierte an die Verbraucher, vor Ort einzukaufen. Anschließend besichtigte sie den Laden und kaufte auch einige Produkte ein.

Auf dem Fußweg zur Synagoge zeigte Dittmaier Ministerin Kaniber einige der im Laufe der von 1990 bis 2017 laufenden Dorferneuerung verwirklichten Projekte. Auch ein Beispiel der vom Freistaat geförderten Innenortentwicklung präsentierte er dem Besuch aus München. In der Synagoge referierte Hermann Schaub über die ehemalige jüdische Gemeinde Wiesenfelds und die Historie des Synagogengebäudes.

„80 Prozent der heimischen Pflanzen werden durch Bienen bestäubt“, stellte Kaniber die Bedeutung des drittwichtigsten Nutztieres in der Landwirtschaft heraus. 35 000 organisierte Imker gebe es in Bayern, deren Arbeit unbezahlbar sei. 60 Millionen Euro würden in Bayern ausgegeben zur Förderung von Blühstreifen in der Flur. Vertragsnaturschutz und Fachberater seien weitere Leistungen des Staates für die Imker.

Ökoprämie pro Bienenvolk

In der Diskussion schilderte Klaus Roth vom Imkerverein Marktheidenfeld Probleme hinsichtlich der Apothekenpflicht für Oxalsäure, die gegen die Varroamilbe eingesetzt werde. Er brachte eine Ökoprämie pro Bienenvolk für die Investitionen der Imker ins Gespräch, die es schon einmal gegeben habe. Michael Kleinfeller, Lohr, beklagte, dass nach der Rapsblüte im Frühjahr kaum noch eine blühende Pflanze auf landwirtschaftlichen Flächen zu finden sei.

Mit einigen Präsenten aus der Region verabschiedeten der CSU-Ortsverband, Landwirte und Imker die Ministerin.

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