REGION WÜRZBURG

Langfristiges Ziel: Eine eigene regionale Marke

Machen sich stark für regionales Streuobst: Die Mitglieder der Vorstandschaft und des Aufsichtsrates der neuen Main-Streuobst-Bienen-Genossenschaft (von links) Niels Kölbl, Hubert Marquart, Hannes Kerst, Waldemar Brohm, Stefan Veeh, Martin Degenbeck, Bernhard Schwab, Thomas Herrmann, Gerd Wagenbrenner und Werner Sendner.
Machen sich stark für regionales Streuobst: Die Mitglieder der Vorstandschaft und des Aufsichtsrates der neuen Main-Streuobst-Bienen-Genossenschaft (von links) Niels Kölbl, Hubert Marquart, Hannes Kerst, Waldemar Brohm, Stefan Veeh, Martin Degenbeck, Bernhard Schwab, Thomas Herrmann, Gerd Wagenbrenner und Werner Sendner. Foto: Wilma Wolf

Streuobst wieder schmackhaft zu machen, darum bemühen sich in der Region engagierte Menschen. Mit den Streuobsttagen – von diesem Freitag, 25. April, bis 10. Mai – soll es von staatlicher Seite hierfür Unterstützung geben. In der Region ist man schon einen Schritt weiter. Hier soll in Zukunft die neu gegründete Main-Streuobst-Bienen-Genossenschaft der Streuobstwiese einen besseren Stellenwert verschaffen. Es ist die erste Initiative, die die Vermarktung von Streuobst- und Imkereiprodukten aus der Region gezielt fördern will.

In der Main-Streuobst-Bienen eG organisieren sich Streuobstbauern und Imker der Landkreise Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart. Wer Genosse werden will, muss einen Mindestanteil von 100 Euro zeichnen. Dazu kommt ein jährlicher Mitgliedsbeitrag. Sitz der eG ist das Rathaus in Margetshöchheim.

„Mainfranken ist mehr als Wein, Mainfranken ist auch Streuobst“, betont Waldemar Brohm, Bürgermeister der Gemeinde Margetshöchheim. Den Rahmen für die neue Genossenschaft stellt die bereits seit drei Jahren existierende Bienen eG, die aber mit nur 15 Mitgliedern ehrenamtlich kaum ihren Aufgaben gewachsen ist, wie Werner Sendner deutlich macht, der drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender der Bienen eG war. „Wir beißen uns ja nicht, im Gegenteil. Wer mit Bienen was am Hut hat, hat das auch mit Streuobst“, sagt Sendner. In die „Ehe“ brachten die „Bienen“ ein Startkapital von 1200 Euro ein. Nun will man gemeinsam mehr Gas geben, die Ausgaben minimieren und den Erfolg maximieren.

Das Konzept der Main-Streuobst-Bienen eG stellte nun jüngst Hubert Marquart, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes (LPV) Würzburg vor. Für ihn ist Streuobst seit Jahren eine Herzensangelegenheit. Wichtig sei, kein Strohfeuer zu zünden, sondern langfristig etwas zu verändern. Viele Streuobstbestände in der Region seien überaltert, da müsse man jetzt für die Zukunft investieren. „Wir wollen gezielt Streuobstwiesen als Teil der mainfränkischen Kulturlandschaft pflegen und erhalten sowie die Bestäubung der Obstbäume durch Bienen für die Zukunft sicherstellen“, machte Marquart deutlich. Ziel sei es, durch die Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart die Bewirtschaftung der Streuobstbestände und die Haltung von Bienen zu erleichtern.

Über ein Netz aus dezentralen Sammelstellen soll das Obst der Genossen erfasst und zu hochwertigen Produkten verarbeitet und vermarktet werden. Langfristig will man eine eigene regionale Marke etablieren. „So können regionale Streuobst- und Honigprodukte mit Bio-Siegel angeboten werden“, sagte Marquart.

Geplant sei auch, dass die Genossenschaft als landwirtschaftlicher Betrieb Streuobstwiesen pachtet, die von ihren Eigentümern nicht mehr bewirtschaftet werden, um diese zu erhalten und zu pflegen. Daneben werden auch alle Dienstleistungen rund um Streuobst angeboten.

Mit dem angemessenen Preis hofft der Biologe nun, die Pflege von Streuobstwiesen wieder attraktiver zu machen, um so die alten Bestände erhalten zu können. Für die heimische Kulturlandschaft sind die Streuobstwiesen mit ihrer Artenvielfalt von besonderer ökologischer Bedeutung.

Näheres zur Main-Streuobst-Bienen eG bei Veeh unter Tel. (09 31) 46 862-50 oder E-Mail: info@streuobst-bienen.de.

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