MARKTHEIDENFELD

Laurenzi eine halbe Stunde ohne Strom

Während eines Stromausfalls am Dienstagnachmittag mussten Fahrgäste aus dem Freifall-Turm auf der Marktheidenfelder Laurenzi-Messe mit der Hand zu Boden gelassen werden. Die Sicherungssysteme griffen; niemandem ist etwas passiert. Foto: Andreas Brachs

Ein Stromausfall legte am Dienstag zwischen 16.10 und 17.30 Uhr weite Teile von Marktheidenfeld und der Gemeinde Triefenstein lahm. Besonders prekär: Auf der Laurenzi-Messe ging für etwa eine halbe Stunde nichts mehr.

Eine Gruppe von Gästen saß gerade im 32 Meter hohen Freifall-Turm „Adrenalin“ im oberen Viertel, als der Strom wegblieb. Doch keinem ist etwas passiert. Innerhalb von circa fünf Minuten hatten die Schausteller die Gruppe per Hand abgelassen.

Keine Panik auf dem Platz

Die anderen Fahrgeschäfte auf dem Platz liefen lediglich langsam aus, so dass nach Auskunft des Pressesprechers der Marktkaufleute und Schausteller, Werner Baumeister, niemand zu Schaden kam. Auch sei auf dem Platz keine Panik ausgebrochen.

Wie Baumeister der Main-Post erklärte, haben alle Fahrgeschäfte Notsicherungen. So bleiben zum Beispiel die Haltebügel auch dann geschlossen, wenn der Strom ausfällt. Sie lassen sich aber vom Personal manuell öffnen, um die Fahrgäste zu befreien. Sitzen Besucher in luftiger Höhe, so können sie per Hand abgelassen werden, so dass niemand in misslicher Lage ausharren muss.

Ungewohnte Stille

Auch im Festzelt ging nach Auskunft von Festwirt Jürgen Papert „gar nichts mehr“. Er war froh, dass sich der Stromausfall am Nachmittag ereignete, als es hell war und weniger Besucher im Zelt waren als abends. Der ganze Rummelplatz war in eine ungewohnte Stille getaucht.

Bei Nacht hätten die Schausteller ihre Notbeleuchtung aktiviert. Sie sind dazu verpflichtet, sie vorzuhalten, so dass Fahrgeschäfte und Laufwege beleuchtet werden können. An den Verkaufsständen gingen die elektrischen Kassen nicht. Baumeister: „Am schlimmsten war, dass wir plötzlich kopfrechnen mussten.“

Wie das Bayernwerk auf Anfrage mitteilte, habe ein Defekt in einem 20 000-Volt-Erdkabel im Stadtgebiet den Stromausfall verursacht. Nach Auskunft von Pressesprecherin Esther Knemeyer Pereira seien Erdkabel grundsätzlich weniger anfällig für Störungen als Freilandleitungen, allerdings dauere es eine Weile, bis ein Fehler gefunden ist. So müssen sich die Techniker mit Teilschaltungen an die Fehlerquelle herantasten, um sie genau lokalisieren können.

Erste Stadtbereiche gingen schon nach 15 Minuten wieder ans Netz, die Laurenzi-Messe nach etwa einer halben Stunde, das ganze Stadtgebiet um 17.30 Uhr. Zu dieser Zeit sei Triefenstein allerdings noch ohne Strom gewesen, so das Bayernwerk.

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