Marktheidenfeld

Lermann: Ein Projekt, das Schwung in die Stadt bringen wird

Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder sieht die Entwicklung ihrer Stadt positiv. Heuer gebe es zudem Weichenstellungen in zwei Bereichen, in denen sich manche Sorgen machen.
Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder zeigte in der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Marktheidenfelder Rathaus die Entwicklungen in der Stadt auf. Foto: Joachim Spies

Eine gute halbe Stunde lang erläuterte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder in der Bürgerversammlung am Montagabend im Rathaus, wie es aus ihrer Sicht um Marktheidenfeld steht und wie sich die Stadt entwickelt hat. Zwei Bereiche, die vielen Bürgern Sorgen machen, klammerte sie nicht aus: Die Leerstände und die Zukunft des Lermann-Geländes zum einen, die medizinische Versorgung zum anderen. Für beides stünden heuer Weichenstellungen an.

So habe sich für das Lermann-Areal ein Investor gefunden, der auf eine Mischung von Wohnen und Gewerbe setze. Schmidt-Neder: "Dieses Projekt wird in jeder Weise neuen Schwung in unsere Stadt bringen!" Verhandelt werde nicht nur über die Zukunft der großen Gewerbeflächen, sondern auch die Brachflächen des ehemaligen Kaufhauses.

Schmidt-Neder: Wecken falscher Hoffnungen ist unredlich

Bezüglich des Krankenhauses hofft Schmidt-Neder, dass der Landkreis endlich zu einer Entscheidung über die Nachnutzung komme. In Marktheidenfeld werde sich "die medizinische Versorgung durch erheblich mehr und bessere Zusammenarbeit von Facharztpraxen verändern", so die Rathauschefin, die allerdings auch klarstellte: "Das Wecken von völlig falschen Hoffnungen und das Beharren auf Forderungen von vor zehn Jahren bei völlig veränderten gesetzlichen Bedingungen – und das beim erneut festgestellten riesengroßen Mangel an Pflegekräften und ärztlichem Personal – ist meiner Meinung nach unredlich!"

"Wirkliche Probleme" befürchtet Helga Schmidt-Neder in Zukunft durch den Klimawandel, der sich auch im Stadtwald deutlich zeige und der die Stadt bei der Trinkwasserversorgung vor besondere Herausforderungen stellt. Dem Energiesparen und dem regenerativen Energieerzeugen komme eine weiter wachsende Bedeutung zu. Natürlich müsse auch jeder Flächenverbrauch hinterfragt werden. Am Beispiel des Gewerbegebiets Söllershöhe zeigte sie jedoch auch auf, dass dies aus ihrer Sicht notwendig war (im Schlossfeld ist nur noch eine einzige, kleine Fläche frei) und umweltbewusst umgesetzt wurde (von 48 Hektar sind 14 Hektar hochwertige Grünflächen).

Rund 30 Millionen Euro Investitionen 2020

Wie schon in ihrer Rede zum Jahresschluss verwies die Bürgermeisterin auf die erfreulich hohen Gewerbesteuereinnahmen 2019 (rund 20 Millionen Euro), die Rücklagen von 25 Millionen Euro, aber auch die heuer anstehenden Investitionen von rund 30 Millionen Euro – zum Beispiel ins Feuerwehrhaus und in die Erschließung der Söllershöhe.

Dass die Stadt mit ihren 11 924 Einwohnern so gut dastehe und weiter wachse liege auch daran, dass es hier mit 11 000 fast so viele Arbeitsplätze wie Einwohner gebe. Deutlich wird der Zuwachs zum Beispiel in den fünf Kindertageseinrichtungen der Stadt, wo mit 380 Kindern heuer 50 mehr als noch vor einem Jahr betreut werden. Mit millionenschweren Investitionen reagiere die Stadt auf den enormen Bedarf an Wohnungen in der Stadt. Viel werde unternommen, um Leben ins Zentrum zu bekommen, allein schon beim kulturellen Angebot und durch Veranstaltungen. 

Schmidt-Neder: "Es ist nicht angemessen, wenn unsere Stadt mit ihren knapp 12 000 Einwohnern mit den Angeboten mehrfach größerer Städte verglichen wird. Vergleiche mit Städten entsprechender Größe müssen wir wahrhaftig nicht scheuen."

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