Marktheidenfeld

Leserbrief zum Drama ums Marktheidenfelder Wasser: Alte Fehler ausbügeln

Zum Leserbrief von Frau Gottier zum Artikel "Drama um Marktheidenfelds Wasser" und dem Leserbrief von Sabine Gottier erreichte uns diese Zuschrift.

Der Leserbrief von Frau Gottier hat mich angesprochen. Ich pflichte ihr voll bei. Es ist wirklich nicht zu verstehen, warum Marktheidenfeld dem Vorbild anderer Gemeinden im In- und Ausland nicht folgen wollte, die Permakultur-Projekte verwirklichen. Der Einwand mit dem Wasserschutzgebiet ist ja anscheinend entkräftet.

Ich teile auch ihr Unverständnis für die Ablehnung von Kräuterführungen und Vorträgen zum Thema mit dem Hinweis auf schwer nachvollziehbare Vorschriften. Ihre Frage, ob hinter diesem Verhalten der Stadt nicht mehr stecke, finde ich berechtigt. 

Meines Erachtens - und da stehe ich wohl kaum allein - steckt wirklich mehr dahinter. Das gemeindliche Verhalten ähnelt einem, das man in anderen Bereichen von Politik, Medien und Wirtschaft beobachten kann. Es hat bei den Menschen schon oft zu dem Eindruck geführt, dass ihre wirklichen Bedürfnisse (besonders gesundheitliches Wohlergehen, offene Kommunikation) missachtet werden. Gemeindliche Aktivitäten in Marktheidenfeld (Stichworte z. B. die o. g., WLAN in der Stadtbücherei, WLAN-Hotspots, Mainkai-Parkplatz, Verlegung Waldkindergarten) fördern diesen Eindruck. 

Wäre es da nicht an der Zeit, umzudenken? Marktheidenfeld könnte seinem Werbespruch "Marktheidenfeld, da geht's dir gut!" wirklich gerecht werden. Was geschehen ist, ist geschehen. Aber es läge denke ich, auch im Hinblick auf die kommenden Wahlen, im Interesse Gesamt-Marktheidenfelds, die Chancen wahrzunehmen, alte Fehler nach Möglichkeit auszubügeln und sich dann auf positive Handlungen auszurichten. Dass hier auch im öffentlichen Bereich realistische Möglichkeiten bestehen, zeigen zum Beispiel Gemeinden wie Bad Wiessee (Stopp 5G) oder Städte in Australien, Belgien, Frankreich, Israel, Italien (Rücknahme von WLAN in Schulen und Kindergärten) oder die Bewegung "Grün-in-die-Stadt".

Das könnte umso besser gelingen, je mehr sich alle beteiligten Menschen über institutionelle, politische, religiöse, wirtschaftliche und sonstige Grenzen hinweg im Gesamtinteresse beteiligen würden. Marktheidenfeld könnte sich damit an vordere Stelle einer zukunftsträchtigen Bewegung setzen – zum Wohl von Mensch und Umwelt.

Franz Rothenfußer
97828 Marktheidenfeld  

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