LOHR

Leserforum: Entsetzt über Zustand des Lohrer Krankenhauses

Die Autorin gibt ihre persönlichen Eindrücke aus dem Lohrer Krankenhaus (Altbau) wider und stellt diese in Zusammenhang mit der Klinikdiskussion im Landkreis Main-Spessart:

Bis gestern habe ich den Streit bezüglich des Standortes des neuen Zentralklinikums in Lohr und der damit verbundenen Schließung der Häuser in Marktheidenfeld und Karlstadt mit einem Schulterzucken abgetan. Die Sache hat mich nicht wirklich interessiert weil ich mich nicht unmittelbar betroffen fühlte.

Heute sehe ich das Thema mit anderen Augen.

Mein Vater wurde vergangenen Freitag mit dem Krankenwagen ins Lohrer Krankenhaus gebracht. Als ich ihn gestern besuchte, war ich entsetzt. Der Zustand des Lohrer Krankenhauses ist katastrophal. Die Zimmer sind klein, schmutzig, abgenutzt, veraltet. Das Mobiliar ist reif für den Sperrmüll, in keinster Weise zeitgemäß.

Die Fußböden sind einfach nur dreckig, fleckig und abgenutzt. Die sanitären Einrichtungen sind nicht auf dem Stand, den man sich als Patient wünscht. Auf den Türblättern sieht man die Fingerabdrücke der letzten 1000 Besucher. Wo man hinschaut ist der Lack ab…

Anmerkung: 2014 musste ich im Sommerurlaub mit meiner Tochter eine Nacht in einem ägyptischen Krankenhaus verbringen, in Lohr hatte ich dazu ein Déja-vu.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch:

Ich bewerte hiermit nicht die Fähigkeiten der Ärzte, Pfleger, Schwestern usw. Diese tun ihren Dienst sicherlich mit bestem Wissen und Gewissen. Ich bin einfach nur entsetzt darüber warum zwei Häuser, die sauber und ordentlich geführt wurden, die eine gewisse Wohlfühlatmosphäre vermittelten (soweit möglich im Krankenhaus), geschlossen werden.

Ich bin aus dem Lohrer Krankenhaus rausgegangen und habe für mich im Stillen gesagt: Armes Deutschland! Ich wünsche den Verantwortlichen, die die Entscheidung für das Zentralklinikums Lohr getroffen haben, dass sie die nächsten Jahre nicht als Patient dort untergebracht werden müssen.

Sollte ich oder jemand aus meiner Familie in nächstes Zeit ein Krankenhaus benötigen, so werden wir uns wohl Richtung Würzburg oder Schweinfurt orientieren. Weil schlimmer geht nimmer . . .

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern beste Gesundheit.

Sandra Höfling, 97753 Heßlar

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