Leserforum: Steht endlich auf und macht mit!

In einem offenen Brief zum Thema Klinikum wendet sich die Autorin an die Bürger des Landkreises:

Wann wacht Ihr endlich auf? Bevor jetzt alle anfangen, den nächsten Sündenbock für unser Krankenhausdilemma – die Ärzte – auf's Korn zu nehmen, seid ehrlich zu Euch selbst! Nichts kommt überraschend! Ihr schimpft darüber, dass man über Eure Köpfe hinweg entscheidet, aber außer immer neue Schuldige zu finden, die die Verantwortung dafür tragen – Landrat, Klinikreferent, Politiker usw. – bleibt Ihr mehr als verhalten in Eurem Tun. Ja, Ihr seid sogar stolz darauf, dass bei der letzten Bürgerversammlung ca. 350 Bürger anwesend waren – denkt nach. Karlstadt hat mit allem Drum und Dran über 14 000 Einwohner! Der Landkreis sogar über 126 000!

Das Krankenhaus ist unsere Firma! Wir sind die Chefs – da steckt unser Geld drin! Wenn diese Firma jetzt Probleme hat, sind die Chefs – WIR – gefragt. Dass für Dinge, die schief laufen, die Chefs die Verantwortung übernehmen und diese nicht ständig auf andere abwälzen, fordert Ihr doch auch, wenn es um die Firmen anderer geht wie z.B. VW oder Rexroth. Bleibt doch die Frage, warum macht Ihr nicht, was Ihr von anderen verlangt?

Für unser Krankenhaus setzte ich mich ein, weil es meinen Eltern einen würdigen Abschied aus diesem Leben ermöglicht hat. Weil ich gesehen habe, mit wie viel Herzblut das ganze Klinikpersonal seine ganze Kraft dafür eingesetzt hat. Weil ich unserem Herrn Dr. Vogel immens dankbar für seinen Einsatz und seine Hilfe bin. Weil ich Herrn Dr. Schneider für einen mehr als würdigen Nachfolger halte und nicht gewillt bin, all diese Menschen, die uns Gutes tun und getan haben, im Regen stehen zu lassen. Das bedeutet für mich – jetzt muss ich auch Verantwortung übernehmen!

Was habe ich dafür getan – ich kleines Licht? Zum einen habe ich an alle Politiker in Berlin und München Briefe geschrieben und diese, wie auch die Antworten darauf, für Euch öffentlich gemacht. (nachzulesen unter www.herrcater.de) . Da man hier immer nur von der Politik hört: „man kann nichts tun“, hab ich mich an Politiker in anderen Landkreisen gewandt. Faszinierend, wie die sich für Euch ins Zeug legen. Denn die sind ehrlich bemüht mit ihrem Rat zu helfen. Alle sind zwar der Meinung, es wird schwierig, aber alle sagen, wir können das schaffen wenn wir jetzt alle zusammen halten – besonders wenn wir endlich anfangen, unsere Krankenhäuser auch über das Jahr 2023 hinaus behalten zu wollen!

Holen wir uns die 10 000 Unterschriften von Landrat Schiebel wieder zurück, packen wir noch viele neue dazu und lasst sie uns direkt nach München ins Gesundheitsministerium schicken! Das erspart unserer Gesundheitsministerin Melanie Huml (auch sie hat einen Brief von mir bekommen) unnötig Zeit damit zu verschwenden eine Studie in Auftrag zu geben um sich ein Bild der Lage machen zu können – Zehntausende Stimmen sind nicht zu überhören!

Meine Bitte an Euch: Steht endlich auf, macht mit und übernehmt wie ich Verantwortung!

Gabriele Schneider, 97753 Karlstadt

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