Steinfeld-Hausen

Lohr: Der ehemalige Top-Manager Roland Mecklinger ist tot

Er war einer der Top-Manager im Lande. Alfred Stumpf hatte ihn einst in den Unternehmensbeirat seiner Lohrer Brauerei geholt. Roland Mecklinger wurde 82 Jahre alt.
Roland Mecklinger, im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: Roland Pleier

Der frühere deutsche Top-Manager Roland Mecklinger ist am Sonntag im Alter von 82 Jahren gestorben. Gut drei Jahrzehnte lang gehörte der promovierte Ingenieur zur Führungsriege verschiedener Konzerne. Seinen Ruhestand verbrachte er mit seiner Frau Petra Stumpf-Mecklinger auf dem Buchenhof zwischen Lohr und Steinfeld sowie in Österreich.

1937 in Stuttgart geboren, war er nach dem Studium der Elektrotechnik von 1961 bis 1972 Entwicklungsingenieur und Produktionsleiter in verschiedenen Unternehmen, darunter auch der Braun AG. Als Kind wollte er Tennisprofi werden, seine Managerlaufbahn habe sich "so ergeben", sagte er einmal im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Roland Mecklinger (links), hier im Gespräch mit dem damaligen Lohrer Stadtrat Wilfried Grampp im Jahre 1998. Foto: Roland Pleier

Personenschutz für den Chef von Messerschmitt Bölkow Blohm

Beim Kommunikationskonzern SEL war er ab 1972 in leitender Position im Bereich Vermittlungstechnik und Steuerungssysteme tätig. 1980 wurde er Leiter des Geschäftsbereichs Nachrichtentechnik, 1981 Vorstandsmitglied. Im Jahr 1986 wechselte er als stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand von Messerschmitt Bölkow Blohm (MBB). Als Chef des Raumfahrt- und Rüstungskonzerns stand er unter Personenschutz.

Heirat mit Petra Stumpf

1989 heiratete er Petra Stumpf, die Witwe des 1985 gestorbenen Lohrer Brauereibesitzers Alfred Stumpf. Dieser hatte Mecklinger in den Unternehmensbeirat der damals noch selbstständigen und florierenden Privatbrauerei Stumpf geholt.

Bei der Meisterehrung der Obersten Nationalen Sportkommission (ONS) 1995 in Schweinfurt: Roland Mecklinger, Vorstandsvorsitzender der Firma Fichtel & Sachs (links) neben Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, den Bandleader Ed Sperber mit einem Ständchen ehrt. Foto: dpa

Im Jahr 1992 wechselte er an die Spitze der Mannesmann-Tochter Fichtel & Sachs in Schweinfurt. Bis 1996 führte er das defizitäre Unternehmen wieder in die Gewinnzone und sicherte den Standort dauerhaft. 1996 wurde er Vorstandsvorsitzender bei Alcatel SEL (bis 1998).

Auf seinen Ruhestand bereitete sich Mecklinger nach eigenen Angaben intensiv vor. Zwei Jahre habe er gebraucht, bis er soweit gewesen sei, sagte er anlässlich seines 70. Geburtstags. Als Erfolgsrezept für den Übergang in den Ruhestand nannte er den Aufbau und die Pflege eines guten Freundeskreises.

Der Buchenhof als Ruhepol

Vor seinem 70. Geburtstag gab er seine letzten Ämter ab. Das sei ihm gar nicht schwergefallen, betonte er seinerzeit. In seinem Ruhestand reiste er viel mit seiner Frau, um die Länder näher kennenzulernen, von denen er während seiner beruflichen Tätigkeit meistens nur Flughäfen und Hotels gesehen hatte. Der Ruhepol war dabei der Buchenhof unterhalb des Steinfelder Ortsteils Hausen.

Die Trauerfeier ist am Freitag, 13. Dezember, ab 13 Uhr in der evangelischen Auferstehungskirche in Lohr. Das Urnenbegräbnis ist zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.

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