Lohr

Lounge-Atmosphäre bei Pop-Matinée

Das Jets-Duo mit Gerald "Gerry" James (Gesang) und Tuncay Tercanli (Gitarre), verstärkt durch Oliver Thiergärtner an den Keyboards, hat bei der zweiten Pop-Matinée der Stadthalle rund 150 Zuhörer unterhalten.  Foto: Thomas Josef Möhler

Das Jets-Duo mit Gerald "Gerry" James (Gesang) und Tuncay Tercanli (Gitarre), verstärkt durch Oliver Thiergärtner an den Keyboards, hat am Sonntag bei der zweiten Pop-Matinée der Stadthalle rund 150 Zuhörer unterhalten – wetterbedingt aber anders als geplant. Die Verlegung ins Stadthallenfoyer tat der guten Laune der Besucher und der stimmungsvollen Atmosphäre keinen Abbruch.

Herrschte bei der Premiere im vorigen Jahr noch große Hitze, so war der Sonntagvormittag heuer verregnet. Vor dem Kafé Klinker stapelten sich die nicht aufgebauten Biertischgarnituren, der Ausschankwagen war ebenso geschlossen wie die großen Sonnenschirme. Auf dem Vorplatz wie 2018 konnte die Matinée nicht stattfinden, im Kafé Klinker aber auch nicht.

"Wir hatten mehr Reservierungen als Plätze im Kafé Klinker", sagte Kulturamts- und Stadthallenleiter Thomas Funck im Gespräch. Also wurden die Clubsessel vom Vorplatz ins Stadthallenfoyer geschafft, ergänzt durch Tische und blaue Stühle aus dem Saal. Das Arrangement kam an: »Schön haben sie das gemacht«, meinte etwa Ulla Scherer.

Bunt gemischtes Publikum

Hörten anfangs rund 100 Besucher zu, stieg die Zahl in den folgenden zwei Stunden auf circa 150. Funck zeigte sich "überrascht, dass so viele Leute da sind". Das Publikum war bunt gemischt von Familien mit kleinen Kindern bis zu Senioren. Gerry James sprach von "unserem alten Publikum, da müssen wir nicht Rihanna oder Lady Gaga singen".

Der Sänger im gestreiften Leinenanzug empfahl den Radiosender Bayern 1 für die "musikalische Früherziehung" und legte mit "Dream a little dream of me" von den Mamas & Papas los. Der Song von 1968, zu dem James die Geschichte erzählte (die verheiratete Sängerin hatte eine Affäre mit einem Bandmitglied), gab die Richtung vor: Das auf ein Trio angewachsene Jets-Duo spielte ruhige, melodische Stücke aus den späten 60er, 70er und 80er Jahren.

"Die 80er waren gar nicht so schlimm", meinte James, der sich unter anderem über die Haarmode dieser Zeit ausließ und mit lockerem Geplauder seine Entertainer-Qualitäten wieder mal unter Beweis stellte. Zu ruhig sollte die Musik aber auch bei einer Sonntagsmatinée nicht werden. "Die Frau da hinten hat sich Tanzmusik gewünscht2, ließ James durchblicken und begann mit "Maneater2 von Daryl Hall & John Oates.

Als dennoch niemand tanzte, hatte Tuncay Tercanli einen hilfreichen Hinweis: "Da vor den vier Tischen ist die Tanzfläche." Diese füllte sich beim nächsten Song "Sexual Healing" von Marvin Gaye, von James als "Paarungstanz" angekündigt. Er habe die Hüften schwingen sehen, "wir spielen jetzt etwas Erotisches".

Tanzfläche füllt sich

Wagten sich zunächst nur Frauen auf die Tanzfläche, waren später auch Paare zu sehen, als etwa "End of the Road" (Boyz II Men) gespielt wurde, laut James ein "klassischer Bayern 1-Song". Während der gesamten Matinée herrschte eine gemütliche, fast familiäre Lounge-Atmosphäre. Einer Wiederholung im kommenden Jahr sollte nichts im Wege stehen – dann vielleicht wieder draußen im Sonnenschein.

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