Karbach

MSP: Christoph Vogel wird Landratskandidat der Freien Wähler

Christoph Vogel wird Landratskandidat der Freien Wähler Main-Spessart. Foto: Karlheinz Haase

Als Landratskandidat für die Freien Wähler Main-Spessart wird Christoph Vogel aus Karbach antreten. Der 48-Jährige arbeitet als Verkaufsleiter bei Vogel-Druck in Würzburg. Die Politik ist für ihn Neuland. Die formal gültige Nominierung soll in einer Kreisversammlung am 15. November erfolgen.

Bei einem politischen Frühschoppen am Sonntag in der Mehrzweckhalle in Karbach stellte sich Vogel vor. Geboren am 1. Dezember 1970, als jüngster von drei Brüdern ist er in Steinfeld aufgewachsen. Seine Mutter kommt aus Steinfeld, sein Vater war der Müller der Vogelsmühle in Karbach. In diesem vor zehn Jahren renovierten Anwesen lebt er mit seiner aus Chile stammenden Frau, einer "Volljuristin", wie er es umschrieb, und seinen beiden Kindern, einer neunjährigen Tochter und einem siebenjährigen Sohn.

Andere Angebote ausgeschlagen

Er habe zwar schon etliche Angebote erhalten, berufsbedingt in eine große Stadt zu gehen, aber er ziehe es vor, in Main-Spessart zu leben, erklärte Vogel. Abgesehen von der Schönheit des Landkreises verbinden ihn zahlreiche Erlebnisse mit seiner Heimat: Fußball, Tennis, Mitglied der Jugendmannschaft im Karbacher Schützenverein, die Beatabende in der Karbacher Halle, die Jugendfeuerwehr oder die Katholische Landjugendbewegung. Seit einigen Jahren ist er Mitglied im Landesbund für Vogelschutz und im Verein für Tierwohl und neuerdings Präsident des Lions-Clubs Marktheidenfeld. 

An der Realschule Lohr machte er die Mittlere Reife und lernte Kommunikationselektroniker bei Indramat, jetzt Bosch-Rexroth. Nach dem Fachabitur an der Fachoberschule in Marktheidenfeld folgten ein Jahr im Fernmeldebataillon Veitshöchheim und ein Studium mit Abschluss Wirtschaftsingenieur.

Je stressiger, desto ruhiger

"Eigentlich wolle ich damals in Ausland", erzählte er, doch es ergab sich anders. Er wurde Assistent der Geschäftsleitung bei der Vogel-Druck und Medienservice GmbH in Würzburg. Jetzt ist er dort Verkaufsleiter Verlage – Neudeutsch: Sales Manager - und hat die Verantwortung für einen Jahresumsatz von rund 40 Millionen Euro.

Sich selbst beschreibt Vogel als ausgeglichenen Menschen: "Je stressiger es wird, desto ruhiger werde ich." Er könne sich schnell auf unterschiedliche Situationen und Personen einstellen. "Mein Chef sagt, ich habe eine natürliche Führungsstärke." Verhandlungen zu führen ist schon bisher sein tägliches Geschäft. "Und auch ans Repräsentieren kann ich einen Haken machen."

"Ich bin unvoreingenommen und habe keine Leichen im Keller."
Christoph Vogel, künftiger Landratskandidat

Landrat wolle er werden, "weil ich die Chance sehe, etwas wirklich Sinnvolles und etwas für die Menschen zu machen". So stehe er dafür, die wirtschaftliche Stärke des Landkreises zu erhalten und um neue Unternehmen zu werben. Wichtig sei für die Unternehmen ein attraktives Umfeld für die Mitarbeiter. Denn qualifiziertes Personal zu finden ist derzeit schwer.

Die Führungsriege der Freien Wähler freut sich über den künftigen Landratskandidaten Christoph Vogel. Von links Stephan ... Foto: Karlheinz Haase

"Wir sind eine Chancenregion und haben eine gute Verkehrsanbindung." Da Vogel auch betonte,  dass ihm Umweltschutz – hier brachte er den Plastikabfall und den Klimawandel ins Spiel – und vorausschauendes Handeln  wichtig seien, ging es in einem anschließenden Pressegespräch unter anderem um seine Haltung zur B 26n. Mit deren Details habe er sich noch nicht auseinandergesetzt, räumte er ein. Man müsse versuchen, Naturschutz und eine gute Anbindung zu vereinbaren. Und er fügte an: "Generell stellt sich die Frage, ob wir solche Straßen noch brauchen." 

Schiebel: Ein guter Kandidat

Er sprach von einem notwendigen Ausbau des ÖPNV, wobei er die finanziellen Grenzen sieht. Zur Schließung von Krankenhäusern verwies er auf die hohe Zustimmung im Kreistag. "Eine qualifizierte Aufrechterhaltung wäre wohl nicht möglich gewesen." Ihm gehe es jetzt darum, die Ansiedelung von medizinischen Versorgungszentren zu unterstützen.

"Warum soll man mich wählen obwohl ich noch keine politischen Erfahrung habe?" Vogel: "Ich habe einen frischen Blick, bin unvoreingenommen und habe keine Leichen im Keller."     

Landrat Thomas Schiebel lobte Vogel als "einen geeigneten, nein, einen guten Kandidaten". Der Kreisvorsitzende Marco Pintar berichtete, im Vorstand der Freien Wähler sei er einstimmig vorgeschlagen worden.

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