Karlstadt

MSP will sich ans Würzburger Fahrplansystem anschließen

Der Kreiswirtschaftsausschuss empfiehlt dem Kreistag, einen Vertrag mit dem ÖPNV im Landkreis Würzburg für ein gemeinsames Fahrplansystem zu schließen. Damit erspart man sich ein eigenes Fahrplansystem und die Einstellung von Fahrplanern. Der Vertag soll vom 1. Mai dieses Jahres bis zum 31. Dezember 2023 laufen und den Landkreis Main-Spessart monatlich knapp 7800 Euro kosten. 

Generell soll eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb der Nahverkehr-Mainfranken-Würzburg GmbH stattfinden. Über eine Beteiligung an dem in Würzburg verwendeten Programm DIVA können unter anderem folgende Leistungen erfolgen: Pflege der Liniendaten der MSP-Linienbündel, Weitergabe der Onlineauskunft an den Verkehrsverbund Mainfranken und die landesweite Auskunftsplattform DEFAS und Erstellung von einheitlichen haltestellenbezogenen Fahrplanaushängen. Diese zeigen dann nicht mehr die komplette Linie, sondern nur noch die für die Haltestelle maßgeblichen Zeiten. Auch kommt der neue Fahrplan im Heftformat heraus. Es soll besser lesbar und übersichtlicher sein.

365-Euro-Ticket

Überlegungen zur 365-Euro-Fahrkarte für Jugendliche zeigen, dass es sich um ein komplexes Thema handelt. Die Karte würde das ganze Jahr im gesamten Netz des Verkehrsverbunds Mainfranken gelten. Eine grobe Schätzung des Verkehrverbunds Mainfranken geht von 50 Prozent geringeren Tarifeinnahmen aus.

Der Ausgleich vom Freistaat würde zwei Drittel der Tarifmindererlöse umfassen, ein Drittel wäre dauerhaft bei den Aufgabenträgern für deren Zuständigkeitsbereich aufzubringen. Da in Main-Spessart weitere Strecken, zum Beispiel Richtung Würzburg, anfallen, wird der Ausgleichsbetrag höher sein als für kürzere Strecken, zum Beispiel innerhalb der Stadt Würzburg. Eine Schätzung für Main-Spessart liegt noch nicht vor. Bis zur Umsetzung eines 365-Euro-Tickets müssten dies und weiteres geklärt werden.

Unklar ist auch, wie es mit dem Lohrliner weitergeht. Werden die Stadtwerke wieder Konzessionär dieses Lohrer Stadtverkehrs? Ziel ist es, den Lohrliner gut an den übrigen ÖPNV anzubinden.

Informiert wurden die Kreisräte darüber, dass am 1. Januar 2020 ein Kooperationsvertrag mit der Nahverkehr Mainfranken GmbH in Kraft treten wird.

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