HOMBURG

Malzbier mit eigenem Etikett

Durften kräftig die Maische unter den Augen von Boris Dürr und ihrer Lehrerin Gabriele Marshaus rühren. Schüler aus den ...

Robin hält sein Kinderbier so fest in der Hand, als wolle er einen Schatz hüten. Ein Malztrunk ist in der Regel zwar nichts Besonderes für den siebenjährigen Bub (und Fußballer bei den Homburger Bambinis), aber was er da fest umklammert, ist ein „flüssiges Unikat“, das er mit 20 weiteren Kindern der gemischten Klasse des 1. und 2. Schuljahrgangs an der Grundschule Triefenstein teilt: ein Fläschchen Malzbier mit eigenem Etikett. Zusammen mit seinen Schulkameraden aus der gemischten Grundschulklasse unter Lehrerin Gabriele Marshaus gehört der Bub zu den glücklichen Besitzern eines Kinderbiers mit persönlicher Visitenkarte.

Die „Aktion Kinderbier“ ist eine der Abschiedsfeiern, die sich Lehrerin Marshaus für ihre Schützlinge gegen Ende des Schuljahres immer einfallen lässt. Da auf den Schulbänken ihrer Klasse auch der siebenjährige Luis-Ferdinand sitzt, ließ sich dessen Vater Boris Dürr eine etwas andere Abschiedsfeier einfallen. Er zeigte den Kindern, wie Malzbier gebraut wird. Und nachdem er, verständlich für die Kinder, das kleine Abc des Bierbrauens vermittelt hatte, durften seine sechs- und siebenjährigen Zuhörer im Hof der Bräuscheuere selbst kräftig im Maischebehälter rühren. Weil auf Hopfen und anderen Zutaten verzichtet wurde, entstand auch kein alkoholischer Gärprozess. Es ging ja um Kinderbier.

Nachdem die Herstellung von Malzbier nicht in ein paar Stunden möglich ist, hatte Dürr, gelernter Brau- und Getränketechniker sowie Braumeister, für seine kleinen Besucher schon vorher 20 Liter des Malzgetränks auf Flaschen gezogen und eine süße Überraschung parat: Er ließ die Maische so weit abkühlen, dass man mit einem Löffel Malzbonbons portionieren konnte. „Ideen muss man haben“, lautete der Kommentar eines Schülervaters.

Zuvor durften die Kinder als echte Malkünstler ihrem Einfallsreichtum freien Lauf lassen und ihr ganz persönliches Flaschenetikett als Erstlingswerk entwerfen. Dass dabei Fußballmotive der Renner waren, versteht sich in Fußball-WM-Zeiten von selbst. Auf dem Etikett von Robin Kunz war allerdings ein Tisch mit zwei Bierflaschen zu sehen, was von einem unparteiischen Zaungast als Teil eines elterlichen Brotzeitmotivs gedeutet wurde.

„Hurrah, wir haben ein Malzbier mit eigenem Flaschenetikett“: Die Kinder der gemischten Klasse aus der Grundschule Trie... Foto: Günter Reinwarth

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