Karbach

Marinetanker "Spessart" zu Gast in Main-Spessart

Die Besatzung des Marinetankers "Spessart" beim Besuch in der St.-Kilian-Schule in Marktheidenfeld (von links): Ex-Kapitän Wolfgang Schmid mit Ehefrau Renate, Besatzungsmitglieder, die Leiterin der Schule Sybille Herrmann, Kapitän Rolf von Bebern, Gabi und Franz Wolf aus Lohr u... Foto: Josef Laudenbacher

Auch in diesem Jahr weilt eine neunköpfige Besatzung des Marinetankers "Spessart", mit dem seit 1978/79 eine enge Patenschaft mit dem Landkreis Main-Spessart besteht, vom 5. bis 9. September im Landkreis. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes hervor. Mit einem bunten Programm soll die Delegation den Landkreis und Unterfranken kennenlernen.

Die Seemänner besuchten den Klettersteig Karlstadt/Gambach, das militärgeschichtliche Museum Stammheim, die Vogelsburg in Volkach und machten eine Wanderung vom Saupurzel zur Heckenwirtschaft Hock in Karlburg. Außerdem waren sie am Huttenschloss in Gemünden, beim "Goikel-Bräu" und "Am Dorfbrunnen" in Halsbach.

Zu Gast war die Delegation unter Führung ihres Kapitäns Rolf von Bebern auch wieder in der St.-Kiliansschule in Marktheidenfeld. Sie überreichte einen Scheck über 1000 Euro an die Schulleiterin Sybille Herrmann, die dafür herzlich dankte.

Besuch in Kiel auf 2020 verschoben

Der Tiefgang des Marinetankers beträgt 8,2 Meter, die Höchstgeschwindigkeit 16 Koten. Die Besatzung besteht aus 42 Mann. Als Versorgungsschiff sind die Mitglieder der Besatzung Zivilisten, würden aber im Verteidigungsfall automatisch Soldaten werden, heißt es in der Mitteilung. In diesem Jahr war eigentlich ein Besuch aus dem Spessart im Heimathafen Kiel vorgesehen, doch der wurde wegen Werftarbeiten auf 2020 vertagt.

Das Drossschiff "Spessart" im Liegeplatz Kiel. Foto: Josef Laudenbacher

Seit rund fünf Jahren gibt es einen eigenen Freundeskreis vom Sonderpädagogischem Förderzentrum St.-Kiliansschule Marktheidenfeld mit der "Spessart". Jugendliche der Schule verbrachten schon einige Tage auf der Spessart und dem Schulschiff Thor Heyerdahl.

Die Schulfamilie ist froh, mit der Mannschaft und den Mitgliedern des Freundeskreises einen treuen Partner an der Seite zu haben, heißt es in der Mitteilung. Neben der ideellen Unterstützung konnten bisher mit den Spenden Außenfahrzeuge, Klettergerüste und Schaukeln angeschafft werden. "Wir wollen die Freundschaft mit der St. Kilian-Schule weiter pflegen", sagte auch Kapitän Rolf von Bebern.

2013 entstand der Freundeskreis

Zwischen dem Marinetanker Spessart und der St. Kilian-Schule gab es bereits viele Begegnungen, zum Beispiel 2011 das Sommerfest in St. Kilian oder 2012 der Segeltörn von Kiel nach Dänemark. Beinahe wie ein Abenteuerroman liest sich ein Auszug im Tagebuch der Gruppe aus dem Landkreis Main-Spessart, die auf dem Schulschiff Thor Heyerdahl, einem Dreimastsegler, vier Tage lang das Segeln lernten.

30 Schüler der Oberstufe der St.-Kilian-Schule mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden, begleitet von Lehrern, Betreuerinnen, der damaligen Konrektorin Sibylle Scherf, Rektorin Brigitte Krückel und Holger Steiger vom Landratsamt, mit der Seefahrt vertraut gemacht. Sie unternahmen einen viertägigen Segeltörn auf der Ostsee von Kiel nach Dänemark und legten dabei 83 Seemeilen zurück. Tag für Tag wurden vom Kapitän mehr Aufgaben an die "Besatzungsmitglieder" aus Marktheidenfeld und Lohr übertragen.

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