Marktheidenfeld

Marktheidenfeld: Alles was Sie zum Wahlabend wissen müssen

Die Stadt hat sich für diese Wahl neu aufgestellt. Anfängliche Probleme wurden ausgemerzt. Öffnungszeiten, Briefwahl und Wahllokale: das Wichtigste rund um die Wahl.
Matthias Hanakam und Nicole Miltenberger sind verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der Wahl in Marktheidenfeld. Foto: Martin Hogger

Die Kommunalwahl ist organisatorisch die schwierigste und aufwändigste Wahl. Nicht nur, weil es vier Wahlen sind, Bürgermeister, Stadtrat, Landrat und Kreistag. Marktheidenfeld habe die Wahl auch auf neue Füße gestellt, sagte Wahlleiter Matthias Hanakam im Pressegespräch. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Nicole ist er für den reibungslosen Ablauf um den 15. März verantwortlich. Das ist schon bisher nicht immer einfach gewesen. Die meisten Probleme wurden jedoch bereits gelöst.

Wie beantrage ich Briefwahl und was mache ich, wenn die Unterlagen noch nicht da sind?

Trotz technischer Probleme beim Anbieter des Wahlportals sind bereits 1200 Anträge auf Briefwahl bei der Stadt eingegangen. Bei der vergangenen Kommunalwahl stimmte etwa die Hälfte der etwa 9000 wahlberechtigten Marktheidenfelder bereits per Brief ab. "Das wird dieses Jahr mehr werden", vermutete Miltenberger.

Wenn man nicht im Wahlportal durchkommt, kann man die Briefwahl auch über die Homepage der Stadt oder im Rathaus beantragen. Dafür ist das Wahlamt im Bürgerbüro am Rosenmontag von 8 bis 16 Uhr und am Faschingsdienstag von 8 bis 13 geöffnet. Weil die Wahlunterlagen des Landkreises erst spät angekommen sind, könne man jetzt auch den Rückstau angehen und die Briefwahlunterlagen raus senden, sagte Miltenberger.

Wie viele Wahlzettel gibt es und wie sehen diese aus?

Laut Matthias Hanakam wollen so viele Fraktionen in den Stadtrat wie noch nie. Vergangenes Jahr waren es drei, heuer sind es sechs. Dementsprechend groß ist der Wahlzettel: DIN-A-2. Richtig groß wird der Stimmzettel für den Kreistag, kein Wunder bei zehn Fraktionen und bis zu 60 Kandidaten auf den jeweiligen Listen. Die Zettel für Bürgermeister und Landrat gehen mit DIN-A-4 schon fast unter. 

Matthias Hanakam und Nicole Miltenberger sind verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der Wahl in Marktheidenfeld. Foto: Martin Hogger
Wie viele Wahllokale gibt es?

15 Wahllokale, genauso viel wie vor sechs Jahren, gibt es noch. Mindestens 50 Menschen müssen ein Wahllokal besuchen, damit das Wahlgeheimnis gewahrt bleibt. Ansonsten müsste bei der kommenden Wahl das Lokal aufgelöst werden. Hier hat es Oberwittbach mit seinen etwa 100 Wahlberechtigten schwierig. "Bisher haben sie es aber immer geschafft", sagte Miltenberger.

Wann und wie erfahre ich, wer gewonnen hat? 

In den 15 Wahllokalen werden nach Schluss um 18 Uhr etwa 150 Wahlhelfer die Stimmen auszählen. Zuerst wird der Bürgermeister ausgezählt, dann der Landrat und dann der Stadtrat. "Wir zählen am Sonntag so lange, bis dieses Ergebnis steht", kündigte Hanakam an. Am Montag, nach den gesetzlich festgelegten elf Stunden Pause, wird dann der Kreistag ausgezählt, weshalb am Montag die Stadtverwaltung größtenteils geschlossen sein wird. Wenn nichts dazwischen komme, sagte Hanakam, müssten die vorläufigen Ergebnisse der Bürgermeisterwahl gegen 19.30 Uhr vorliegen. 

Um die Verkündung mitzuerleben, lädt die Stadt alle Bürger in den Rathaussaal ein. Dort werden die vorläufigen Ergebnisse live übertragen. Auch über einen Aushang unten am Rathaus werden die Bürger laufend informiert. Es wird auch einen Live-Ticker der Main-Post geben. 

Was ist sonst noch neu und was gibt es zu beachten?

Neu ist auch, dass Kandidaten nicht mehr ihrer Wahl zustimmen, sondern innerhalb einer Woche ihre Ernennung ablehnen müssen. So bleibt das Wahlergebnis sieben Tage lang nur ein vorläufiges. Zudem werden die Stadt- und Kreistagswahlen mit einem Lesestift ausgezählt. Dazu sind Barcodes neben jedem Namen abgedruckt. 

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