Karlstadt

Mehr Patienten im Kreiskrankenhaus Lohr

Der Standort Lohr des Klinikums Main-Spessart. Foto: Roland Pleier

Aufgrund positiver Entwicklungen in den vergangenen drei Quartalen wird das Jahresdefizit 2019 des Klinikums Main-Spessart voraussichtlich rund 6,3 Millionen Euro betragen und damit fast 700 000 Euro niedriger liegen, als zunächst prognostiziert.

Wie Karl Gerhard, Leiter Finanzwesen des Eigenbetriebs Klinikum Main-Spessart, in der Werkausschusssitzung des Kreistags am Mittwoch im Landratsamt in Karlstadt erläuterte, soll das Defizit im Krankenhausbereich mit 6,08 Millionen Euro um eine halbe Million niedriger als geplant ausfallen. Im Bereich Senioreneinrichtungen geht er davon aus, dass sich der ursprünglich mit 370 000 Euro angesetzte Verlust um 130 000 Euro auf 240 000 Euro reduzieren wird.

Unterm Strich 212 Fallzahlen mehr

Besser als gedacht entwickeln sich laut Gerhard auch die Fallzahlen der Krankenhäuser. In Lohr waren für den Zeitraum Januar bis September 8029 angesetzt, tatsächlich erreicht wurden 309 mehr, nämlich 8338. In Marktheidenfeld verhält es sich andersherum; dort hatte man in den ersten drei Quartalen mit 811 Fällen gerechnet, tatsächlich waren es jedoch nur 714. In den beiden Krankenhäusern zusammen bleibt somit ein Fallzahlenplus von 212.

Während im Krankenhaus Marktheidenfeld die Auslastung mit 51 Prozent (geplant: 57,3) "unbefriedigend" sei, entwickle sich Lohr mit 74,5 Prozent (geplant: 76,7) "erfreulich gut", so Gerhard. Die Verweildauer in Lohr von nur 4,77 Tagen (geplant: 5,22) zeige, dass der Betrieb "effizient" sei.

Seniorenzentren sehr gut ausgelastet

Die Zahlen der geriatrischen Reha in Marktheidenfeld stimmen laut Gerhard mit dem Plan überein, im Kreisseniorenzentrum in Gemünden sei die Auslastung "erfreulich besser als geplant" (95,9 Prozent statt 95 Prozent) und im Kreisseniorenzentrum in Marktheidenfeld habe man mit 97,6 Prozent eine "sehr gute Auslastung" (geplant: 97 Prozent).

Mit einer rund zehnprozentigen Defizitreduzierung sei man beim Klinikum Main-Spessart ökonomisch auf dem richtigen Weg, meinte Heidi Wright (SPD). Mit Blick auf die kürzere Verweildauer im Kreiskrankenhaus in Lohr wollte sie wissen, was dies für die Patienten bedeute. Landrat Thomas Schiebel (FW) versicherte ihr, dies gehe nicht zu Lasten der Behandlungsqualität.

Sanierung in Marktheidenfeld für 1,03 Millionen Euro

Bei einer Gegenstimme (Heidi Wright) empfahl der Werkausschuss dem Kreistag, die Sanierung der Heizungsanlage und Warmwasserversorgung am Klinikumsstandort Marktheidenfeld zum Angebotspreis von 1,03 Millionen Euro brutto plus einem über vier Jahre laufenden Wartungsvertrag mit jährlichen Kosten von rund 1400 Euro brutto an die RGT GmbH & Co. KG (Bad Neustadt) zu vergeben. Den Auftrag für die technischen Dämmarbeiten zum Angebotspreis von knapp 45 000 Euro brutto erhält die Isoliertechnik Würzburg GmbH & Co. GK (Uettingen).

Wright begründete ihre Gegenstimme damit, dass man mit dieser Auftragsvergabe rund 30 Prozent über der Kostenberechnung liege.

Vorgestellt hat sich am Mittwoch Heike Riedel, die seit 1. August am Klinikum Main-Spessart die Stabsstelle Geschäftsentwicklung einnimmt. Die 57-jährige Diplom-Volkswirtin und Diätassistentin mit langjähriger Berufserfahrung in der Patientenbetreuung, im kaufmännischen Bereich und in der Unternehmensleitung im Gesundheitswesen ist direkt dem Klinikreferenten zugeordnet und unterstützt durch Zuarbeit die Leitungspersonen. Riedel ist verheiratet und wohnt in Hafenlohr.

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