Birkenfeld

Mehr Sicherheit für Fußgänger in der Billingshäuser Straße

In der Gemeinderatssitzung hatten die Räteneben der Beratung und Beschlussfassung über den Haushalt 2019 zahlreiche weitere Tagesordnungspunkte zu bearbeiten.

Gernot Mayer vom Architekturbüro Wiener & Partner informierte über den Umbau des Feuerwehrhauses in Billingshausen, der weitgehend abgeschlossen ist. Er erläuterte ausführlich die Mehrkosten von knapp 42 000 Euro. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betrugen 405 500 Euro. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

Die Arbeiten an der Erweiterung des Kindergartens sind bis auf den Kleinkindspielplatz abgeschlossen. Für die Einweihungsfeier am 29. und 30. Juni soll die Fläche ansehnlich gestaltet werden. Nahezu alle Kleinkindplätze sind bereits belegt. Um die restlichen Fördermittel vom Freistaat zu erlangen, muss die Maßnahme bis zum 30. Juni 2019 abgerechnet werden. Die Finanzkammer des bischöflichen Ordinariats beteiligt sich mit maximal einem Drittel an den voraussichtlichen Mehrkosten von rund 257 000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 2,2 Millionen Euro. Die Gemeinderäte stimmten bei zwei Gegenstimmen der Kostenbeteiligung der Gemeinde zu.

Fenster im Rathaus sind eingebaut

Bei einem Ortstermin mit den beteiligten Firmen und der Architektin Corinna Lang wurde mit Bürgermeister Achim Müller die weitere Vorgehensweise bei der Sanierung und dem Umbau der Leichenhalle festgelegt. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben das Gebäude ausgeräumt. Die Firma Keidel hat bereits mit dem Teilabbruch des Daches begonnen. Am 21. Mai beginnen die Abbrucharbeiten durch die Firma Schebler-Bau. Für Elektroarbeiten vergab das Gremium den Auftrag einstimmig an die Firma Peter Seus Elektrotechnik, Greußenheim, zu einem Angebotspreis von gut 14 000 Euro und ebenso einstimmig die Fensterbauarbeiten an die Firma Leo Bolch, Üttingen, zu einem Angebotspreis von 4423 Euro.

Zum Stand der Sanierungsarbeiten am Rathaus gab Müller Auskunft: Die Fenster sind komplett eingebaut. Die Mitarbeiter des Bauhofs renovieren nun in der Gemeindekanzlei und im Sitzungssaal. Da die Schäden an den Sandsteinen erheblicher sind als angenommen, beauftragten die Gemeinderäte einstimmig ein Gutachten beim Planungsbüro für Naturstein und Denkmalpflege GbR in Hofheim-Rügheim. Der vorläufige Preis hierfür beläuft sich auf circa 7800 Euro. Ebenfalls einstimmig erteilte der Gemeinderat die Freigabe zum dritten Nachtragsangebot der Firma Alldach GmbH für den Abbruch der Schornsteine im Obergeschoss und Verschließen der alten Kaminöffnung. Als nächstes steht nun der Bau des behindertengerechten Zugangs und der Treppenanlage durch die Firma Schebler-Bau an.

Die Kanal- und Wasserleitungen am Sennfelder Weg im Ortsteil Billingshausen gehen gut voran. Dort werden die Wasser- und Kanalleitungen im Tannen- und Birkenweg ertüchtigt und die Leitungen in der Neubaustraße erneuert. Dann werden die Leitungen im Bereich der Billingshäuser Straße (Zimmerei Keidel) ausgewechselt und die Wasserleitung im Bereich zwischen Brunnenhaus und Raiffeisenstraße erneuert.

Keine Genehmigung für Radwege

Das Straßenbauamt hat dem Bau der Querungshilfe und des Gehsteigs in der Billingshäuser Straße, wie vom Gemeinderat vorgeschlagen, zugestimmt. Es wurde vereinbart, dass in diesem Zusammenhang die drei schadhaften Kanalhaltungen in der Billingshäuser Straße im Bereich der Hausnummern 7 bis 15 ebenfalls ausgewechselt werden. Das Straßenbauamt wird die Straßendecke bis zur Ortsgrenze abfräsen und erneuern. Das ist für 2020 geplant. Die Kanäle und Wasserleitungen in der Ortsdurchfahrt von Billingshausen sollen 2021 erneuert und die Straße in diesem Zusammenhang komplett neu ausgebaut werden.

Bei der Planung für den Radwegebau von Birkenfeld nach Billingshausen durch die Wasserschutzzonen zwei und drei hat das Landratsamt die wasserrechtliche Genehmigung nicht erteilt. Der Bürgermeister will hier das Gespräch mit dem Landratsamt suchen.

Verschiedenen Anträgen auf Kostenerlass von Gebühren stimmten die Gemeinderäte mehrheitlich zu. So werden dem Josefsverein die Wasser- und Kanalgebühren 2018 für den Kindergarten über 2155 Euro und die Hallenbenutzungsgebühren für den Kinderfasching über 519 Euro als freiwilliger Zuschuss gewährt. Ebenso wurden dem Pfarrgemeinderat die Hallenbenutzungsgebühren bei der Amtseinführung von Pfarrer Stefan Redelberger erlassen. Das Deutsch-Französische Komitee erhält einen Zuschuss über 1500 Euro zum Besuch in Frankreich an Pfingsten.

Sorge um Grundwasserversorgung

Müller informierte den Gemeinderat, dass das Mulchgerät des Bauhofes sehr stark beschädigt sei. Zur Diskussion standen eine Reparatur (Kosten 7 800 Euro) oder eine neues Gerät (Kosten je nach Ausführung zwischen 12 000 und 40 000 Euro). Man verständigte sich, zunächst Angebote für eine Fremdvergabe einzuholen.

Für die Qualitätssicherung am Trinkwasserbrunnen am Katzenstein wurde der Brunnenschacht mit einer Kamera befahren. Die Videos werden nun ausgewertet. Nach einer ersten Einschätzung muss voraussichtlich keine Sofortsanierung erfolgen. Aktuell wird Birkenfeld von der Fernwasserversorgung Mittelmain mit Trinkwasser versorgt.

Mit großer Sorge um die eigene Grundwasserversorgung sehen die Bürger die vermeintlich hohe Wasserentnahme am Brunnen am Kernersweg durch das "Gut zum Leben - Axis Vitae". Der Bürgermeister hatte beim Landratsamt nachgefragt, ob die erlaubte Entnahmemenge von 4900 Kubikmetern eingehalten werde. Aktuelle Zählerstände der Jahre 2018 und 2019 liegen dem Amt nicht vor. Es besteht Einverständnis beim Gemeinderat, dass der Bürgermeister die Überwachung und Dokumentation der Wasserentnahme durch geeignete Maßnahmen beim Landratsamt einfordert.

Gartenbauverein gründet Kindergruppe

Bei der Überprüfung der elektrischen Anlage im gemeindlichen Anwesen Brunnenstraße 17 durch die Firma Elektro-Götz wurden erhebliche Mängel festgestellt. Das Haus ist bis zur Behebung der Mängel nicht bewohnbar. Hier sollen die Reparaturkosten ermittelt werden.

Die Ausschreibung für den Breitbandausbau in der Gemeinde zur Weidenmühle, zur Kläranlage und zum Johannis- und Lindenhof brachte kein Ergebnis.

Der Gartenbau- und Verschönerungsverein möchte am 18. Mai um 18 Uhr eine Kinder- und Jugendgruppe gründen. Die Feier findet in der Kellerbar der Egerbachhalle statt.

Abschließend informierte der Bürgermeister über das Verkehrsaufkommen: Seit dem 31. Januar 2018 wurden auf der Staatsstraße im Bereich der Firma Schreier über 1,3 Millionen Fahrzeuge gezählt. Das entspricht einem Tagesschnitt von circa 3000 Fahrzeugen. Die Verkehrsdichte ist aufgrund der Baustelle in Karbach etwas zurückgegangen.

Schlagworte

  • Birkenfeld
  • Gerhard Schmitt
  • Achim Müller
  • Bau
  • Bischöfe
  • Instandhaltung
  • Pfarrer und Pastoren
  • Radwege
  • Sanierung und Renovierung
  • Services und Dienstleistungen im Bereich Beratung
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Stefan Redelberger
  • Straßenbauämter
  • Wasserrecht
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!