Gemünden

Menschen-Lichterkette zum Gedenken an Kinder-Deportation

Vom Rathaus zog die Demonstration zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit in die Plattnersgasse, anschließend ging es in die Kirche St. Peter und Paul. Foto: Rosemarie Knechtel

Rund 70 Gemündener versammelten sich nach dem Novembermarkt mit Kerzen, Fackeln und Lampions am Sonntagabend vor dem Rathaus, als Siggi Juhasz, Liedermacher aus Arnstein, das Gedenken an das Josefshaus musikalisch eröffnete. Anschließend begrüßte Bürgermeister Jürgen Lippert die Organisatorin des Josefshausprojektes Birgit Amann, der seit 2015 zahlreiche Veranstaltungen und Vorträge zu verdanken sind.

In seiner Rede rief Lippert dazu auf, sich mit der Vergangenheit und der Geschichte auseinanderzusetzen, damit sich so ein dunkles Kapitel nie wiederholt. "Vor zwei Tagen jährte sich die Zwangsschließung des St. Josefshauses durch das NS-Regime zum 79. Mal. Heute sind wir hier um inne zu halten, um an die Kinder des Josefshauses zu erinnern, die deportiert und ermordet wurden. Das Lebenswerk von Johann Michael Herberich wurde zerstört, seine so vorbildliche pädagogische Arbeit ausgelöscht."

Um aller Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, bat Lippert, eine Lichterkette zum jüdischen Denkmal an der Plattnersgasse zu bilden, zu Koffer und Rucksack, den Symbolen für die Reise in den Tod. Danach gestaltete Pfarrer Richard Englert zusammen mit den Rita-Schwestern Sr. Claudia und Sr. Nicole einen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul.

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