Kreuzwertheim

Mindereinnahmen von vier Millionen Euro drohen

Einmütig hat der Gemeinderat den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für die zweite Änderung des Bebauungsplanes „Am Wasserhaus“ gefasst. Ebenso einmütig wurde die „Satzung für die öffentliche Wasserversorgungsanlage“ neu erlassen. Die bislang gültige Wasserabgabesatzung vom Januar 1982 entsprach in weiten Teilen nicht mehr geltendem Recht.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen die Behandlung von zwei Bauanträgen, jeweils das Baugebiet „In den Ellern“ in Röttbach betreffend, im Wege des Genehmigungsfreistellungsverfahrens.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab der Bürgermeister den Beschluss zur Beschaffung eines gebrauchten Rasentraktors für das Sportgelände bei der Firma Matterstock, Würzburg, zum Preis von 20 587 Euro bekannt.

Vergeben wurden auch Trockenbau-, Putz- und Malerarbeiten am Kindergarten Birkenstraße zum Preis von knapp 150 864 an die Firma Herbeck aus Dammbach sowie Estricharbeiten für rund 23 433 Euro an die Firma Ruhland aus Wertheim. Dabei handelte es sich um ein Nebenangebot, das die Ausführung als Zementestrich vorsieht. Die Angebote für Trockenestrich lagen um rund 63 Prozent über der Kostenberechnung. "Die Finanzierung des Gewerks ist bei dieser Überschreitung nicht mehr gesichert", so Thoma.

Tanklöschfahrzeug und Löschfahrzeug der Feuerwehr Kreuzwertheim werden für rund 3725 Euro von der Firma Folienvision aus Hasloch mit Warnbeklebung versehen.

Die im Rahmen der Erstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes als „Vertiefungsbaustein“ vorgesehene vertiefende Betrachtung des ruhenden Verkehrs und der Möglichkeiten der Gestaltung der öffentlichen Räume wird bei Kosten von voraussichtlich 44 200 Euro laut Bewilligungsbescheid der Regierung von Unterfranken mit 26 400 Euro gefördert.

Aber der Bürgermeister hatte auch weniger erfreuliche Informationen, denn am „Finanzhimmel“ ziehen dunklere Wolken auf. So wird sich die Gewerbesteuereinnahme in diesem Jahr voraussichtlich nur auf um die 1,9 Millionen Euro belaufen, während man im Finanzplan noch von knapp einer Million Euro mehr ausgegangen war. Sollte sich diese Entwicklung bewahrheiten und vor allem fortsetzen, drohen im Finanzplanungszeitraum Mindereinnahmen von etwa vier Millionen Euro. Es sei „ratsam zu überlegen, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind“, mahnte Bürgermeister Thoma und wies auf die weiteren vorgesehenen Investitionen hin. Man müsse diese entweder strecken oder mehr Mittel aus der Rücklage entnehmen.

Mehrere Gemeinderäte nutzten abschließend die Gelegenheit, Anfragen zu stellen und Beschwerden vorzubringen. Diese betrafen unter anderem erneut angebrachte Werbeplakate am Zaun des Wasserhauses, verstopfte Rohre und Bauarbeiten im Ort, die offenbar von den Stadtwerken Wertheim in Auftrag gegeben wurden.

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