NEUSTADT

Mit Broateflääsch un Klöaß

Bereits zum vierten Mal werden die Schauspieler des Neustadter Hin und weg Theaters die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren. Die Komödie „Whiskey, Geld und fauler Zauber“ hat am 19. Oktober Premiere.
Neustadt Theater       -  Das haut selbst den stärksten Grafen um: Das Hin und weg Theater probt im Neustadter Pfarrheim (von links): Uwe Lattin, Rainer Bogen, Andrea Pfeuffer, Ulla Steinbauer, Elisabeth Krimm und Conny Maier.
Das haut selbst den stärksten Grafen um: Das Hin und weg Theater probt im Neustadter Pfarrheim (von links): Uwe Lattin, Rainer Bogen, Andrea Pfeuffer, Ulla Steinbauer, Elisabeth Krimm und Conny Maier. Foto: FOTO SCHNEIDER

Hintenrum, Vorne dran oder Nase hoch? Bei den Proben des Hin und weg Theaters geht es im Neustadter Pfarrheim zurzeit zwar gesittet aber schon auch zum Schreien komisch zu. Die elf Schauspieler holen sich unter den Augen ihrer beiden Regisseurinnen Sabine Bogen und Edith Ebert den letzten Schliff bevor sich am Freitag, 19. Oktober um 19.30 Uhr zur Premiere der Komödie der Vorhang öffnen wird.

„Mein Zettel ist weg“, ruft Sabine Bogen verzweifelt. „Zettel? Wir müssen den Text auswendig können“, entrüstet sich Wolfgang Maier, während sich die Regisseurin und Souffleuse auf die verzweifelte Suche nach ihrem Skript macht. Locker, entspannt ist die Atmosphäre, einzigartig wie immer die Charaktere: von leicht- bis ziemlich volltrottelig über exaltiert bis hin zu hochnäsig und verschlagen legen die Schauspieler all ihr Können in die facettenreichen Rollen, die im Oktober die Gäste bei den vier Aufführungen im Neustadter Pfarrheim begeistern werden.

Die Aufmachung der Einzelnen wird das übrige tun um die Komödie in drei Akten von Jörg Apel wieder zu einem Genuss für die Zuschauer werden zu lassen. Bereits im November vergangenen Jahres hatten Bogen und Ebert das Stück ausgesucht. „Die wollen doch wissen, was sie sind und dann tun sie immer so, als würden sie lernen“, schmunzelt Edith Ebert mit Blick auf ihr Ensemble, das derweil auf der Bühne sein Bestes gibt. Noch nicht alle Dialoge klappen auf Anhieb, noch nicht alle Texte sitzen perfekt – doch es ist ja auch noch Zeit. Für die Mimik und Gestik braucht ohnehin so gut wie keiner der Akteure mehr Unterstützung.

Wenn der stotternde Graf Adelbert von Hintenrum (Rainer Bogen), gewandet in karierter Hose und Schiebermütze, sich in die Gummistiefel quält, die ihm Elfriede, die Bäuerein (Ulla Steinbauer) resolut und mit den Worten „etz geht's nein Kühstall“ zu Füßen legt oder die Magd Leni (Andrea Pfeuffer) mit selbst gestricktem und besticktem Pullover bauerntrampelmäßig und mit schwärmerischen Augenaufschlag nach den Butler „Jems“ (Uwe Lattin) verlangt, wird ohnehin der Saal vor Lachen grölen. Frau von Hochnas (Elisabeth Krimm), neureiche Witwe und hinter dem Grafen und seinem Titel her wie der Teufel hinter der armen Seele klimpert und buhlt mit allem, was sie hat und Butler James trägt eine unnachahmlich hochnäsige Miene zur Schau.

Ja, und dann fragt sich der Zuschauer sicher auch noch, wie Wolfgang Maier (Jack) aus solch einer kleinen braunen Flasche schlüpfen kann? Doch, jetzt verraten wir nicht mehr, nur so viel zum Stück: Graf Adelbert macht sich mit Tochter Bärbel (Kerstin Haug) und Butler James auf den Weg zum Geburtstag der reichen Edelgunde. Sie hat alles: Geld, Schmuck, schöne Kleider, eine (ein-) gebildete Tochter, Adelheid (Nadine Kimmel). Was ihr noch fehlt, ist ein Adelstitel, den sie durch eine Heirat mit Adelbert unbedingt erlangen möchte.

Der Graf und sein Gefolge haben jedoch unterwegs eine Reifenpanne und landen auf dem Hof von Elfriede. Sie lebt dort mit ihrem Sohn Johannes (Thomas Kimmel), der Magd Lene und Kräuterhexe Walburga (Conny Maier). Graf Adelbert beschließt, bei Elfriede ein paar Tage auszuspannen. Doch das gelingt natürlich nicht, denn am nächsten Morgen erscheint Edelgunde mit Tochter und Zofe Susanne (Petra Urban). Heiratsschwindler Edmund (Thomas Kimmel) lässt auch nicht lange auf sich warten, denn er möchte unbedingt an den Schmuck von Edelgunde gelangen.

Tja, und dann bringen noch Walburga und Jack mit ihren Zaubertränken und allerlei Verwirrungen die ganze Sippe und natürlich auch das Wochenende durcheinander.

Die Aufführungen der Komödie „Whisky, Geld und fauler Zauber“ finden statt am Freitag, 19. Oktober, am Samstag, 20. Oktober, am Freitag, 26. Oktober, und am Samstag, 27. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr im Neustadter Pfarrheim. Einlass ist um 19 Uhr. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 24. September um 19.30 Uhr im Pfarrheim. Danach gibt es Karten unter Telefon (0 93 93) 99 78 10.

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