OBERSINN

Mit „Geocaching“ Tourismus fördern

In der gemeinsamen Sitzung aller Stadt- und Gemeinderäte der Sinngrundallianz stellten die Allianzmanager als mögliches nächstes Projekt „Geocaching Sinngrund“ vor. Von der Idee getragen, sehenswerte und geschichtsträchtige Objekte wie Naturdenkmale, Aussichtspunkte, sagenumwobene Orte und ähnliches in den Fokus zu rücken und die damit verbundenen Geschichten auch dauerhaft zu erhalten sowie zugänglich zu machen, möchte man in den „Caching-Zug“ einsteigen. Im Stil einer modernen, technikgestützten „Schnitzeljagd“ könnten die vorgenannten Ziele erreicht und letztlich etwas für den Tourismus getan werden, erläuterte Bürgermeisterin Lioba Zieres in der Gemeinderatssitzung.

Für sie ist Geocaching nicht nur ein Spiel oder eine Freizeitbeschäftigung, vielmehr bietet sich die Chance, alte geschichtsträchtige Themen einer Gemeinde und des gesamten Sinngrunds digital aufzuarbeiten und der Nachwelt zu erhalten. Jede Allianzkommune kann bis zu 25 Objekte für sich einstellen. Für Obersinn konnte sich Zieres spontan das Feuerrädchen, das Eisenbahnviadukt, die Kreuzigungsgruppe am Brunnberg, das Leo-Weismantel-Museum, alte Grenzsteine und die Glashütte in Emmerichsthal oder die Geschichten aus dem Sinngrund vorstellen.

Geocaching funktioniert mit jedem Smartphone. So werden die Verstecke, die „Caches“, anhand geografischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Die Gesamtkosten je Gemeinde bezifferte Lioba Zieres nach einer vorläufigen Schätzung auf rund 17 000 Euro. „Professionelle Arbeit ist nun mal nicht billig“. Hiervon erwartet man eine Förderung über das EU-Leader-Programm von etwa 50 Prozent. Sie warb dafür, dass alle Gemeinden mitziehen.

Für den stellvertretenden Bürgermeister Oskar Weber gibt es in Obersinn mehr als 25 Punkte. „Ich sehe hier die letzten Chancen, die Geschichte des Sinngrunds zu bewahren und das kulturelle Wissen dauerhaft zu archivieren. Und wenn Obersinn 35 Punkte und mehr wichtig für eine digitale Aufarbeitung sind, übernimmt Obersinn die Mehrkosten allein“. Er sprach sich dafür aus, dass das derzeitige Allianz-Management das Geocaching-Projekt auch zu Ende führt, obwohl im August 2019 der zunächst bewilligte Vertrag ausläuft.

Für Matthias Hertlein ist Geocaching ein Projekt, Tourismus in den Sinngrund zu führen. Letztlich fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, dass sich der Markt Obersinn am Projekt „Geocaching Sinngrund“ unter der Voraussetzung beteiligt, dass dieses mit einer Leader-Förderung bedacht wird. Zur Sicherung der Vorfinanzierung übernimmt die Gemeinde einen Anteil bis zu 17 000 Euro und stellt einen entsprechenden Betrag in ihren Haushalt 2019 ein. Dieser Betrag reduziert sich um die nach der Projektabrechnung erwarteten Zuschüsse auf rund 8500 Euro.

Schlagworte

  • Obersinn
  • Jürgen Gabel
  • Aussichtspunkte
  • Digitaltechnik
  • Lioba Zieres
  • Naturdenkmale
  • Sankt Lioba Schule Bad Nauheim
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0

Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!